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Blue Moon Drucken E-Mail
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Geschrieben von MacArt   
13.06.2006
Autor: Reiner Knizia
Verlag: Kosmos
Erscheinungsjahr: 2004
Preis: Basis-Set: (Spielplan + 2 Völker) ca.16,95 €
Völkererweiterungen: ca. 7,95€
Spielerzahl: 2
Spieldauer: pro Spiel ca. eine halbe Stunde
Genre: Fantasy, Strategie



Hintergrund des Spiels

Auf der einst friedlichen Welt Blue Moon ist nach dem Tod des Königs ein erbitterter Streit um die Nachfolge ausgebrochen. Acht Völker kämpfen um die Vorherrschaft. Der Gott Blue Moon, erzürnt von der Gewalt, wendet sich von seiner Schöpfung ab. Um ihn zur Rückkehr zu bewegen übernimmt jeweils ein Spieler die Rolle eines Volkes und seines Anführers. Ziel des Spieles ist es drei mächtige Drachen auf seine Seite zu bringen um damit die Regentschaft zu übernehmen und den zornigen Gott zu beruhigen.


Beschreibung

Das Kartenspiel Blue Moon ist ein Fantasy-Strategie Spiel im Stile von Yu-Gi-Oh und Magic:The Gathering. Der Spieler erhält 30 Karten die den Anführer, die Charaktere, Verstärkungen und Unterstützungen beinhalten. Je nach Volk variieren die Stärken und Schwächen der einzelnen Decks. Im Gegensatz zu den bekannten Vorbildern gibt es bei Blue Moon keine Angriffs und Verteidigungswerte, sondern nur den Feuer und den Erde Wert.

Spielablauf

Ein Spielplan, in dessen Mitte die drei Drachen plaziert werden, dient als Ablage für den Spielverlauf. Der beginnende Spieler legt seine Karten aus, entweder Anführeraktion oder (obligatorisch) einen Charakter. Er kündigt an ob mit dem Feuer oder dem Erde Wert angegriffen wird. Der nachziehende Spieler muss sich nun verteidigen. Er kann ebenfalls mit einer Anführeraktion beginnen, muss aber auf jeden Fall einen Charakter auslegen, mit der Option Verstärkungen und Unterstützungen hinzuzufügen. Dabei muss er den Angriffswert zumindest egalisieren oder aber überbieten. Ist dies passiert muss sich der erste Spieler nun mit dem ihm gebotenen Wert auseinandersetzen. Einen Drachen gewinnt wer es schafft, seinem Gegner einen Wert zu präsentieren den dieser nicht erreichen kann. Dafür stehen den Spielern jede Menge Sonderfunktionen, sowie volkstypische Stärken und Gemeinheiten zur Verfügung.(z.B. " Dein Gegner darf keine Unterstützungen auslegen", Alle Sonderfunktionen deines Gegners werden ignoriert" u.s.w) Wenn es einem Spieler gelingt mehr als die drei vorhandenen Drachen zu gewinnen, so hat er das Spiel für sich entschieden.

Soweit zum objektiven Verlauf. Kommen wir zur subjektiven Einschätzung. Als in meinem Freundeskreis die Rede von "noch einem" Fantasy-Kartenspiel aufkam, war ich eher gelangweilt als entzückt. Schließlich kennt man doch den an Fanatismus grenzenden Sammeltrieb den einige Spielsysteme erzeugen ( *Röchel* Muss die super-seltene Karte des zwölfköpfigen Megadrachen haben)
Zudem ist es selbst für einen gestandenen Rollenspieler wie mich schwierig die Regelkomplexität (oder sollte man eher sagen: Absurdität) der bekannten Kartensysteme mit einem einigermaßen anständigen Spielspaß in Verbindung zu bringen.
Doch.... ich hatte mich getäuscht. Blue Moon muss man nicht sammeln. Den Entwicklern ist es gelungen die acht Völker so geschickt auszubalancieren, dass man einfach keine zusätzlichen Karten braucht. Es gibt keine "noch besseren" Erweiterungskarten. Dies hat nicht nur den Vorteil das der Geldbeutel geschont wird(siehe Anschaffungspreise), sondern auch dass das Regelsystem keine hemmende Wirkung auf den Spielfluss hat. Manch einem hartgesottenen Sammeldeck-Zocker wäre das System wohl zu einfach, aber für den interessierten Hobby-Spieler ist es ein spannendes, anregendes Spiel.

Fazit

Auch wenn das Spiel keinen Preis für Innovation gewinnen wird (das Prinzip ist halt schon lang bekannt) so hat man bei Kosmos doch einen Glücksgriff getan. Die Karten sind anschaulich illustriert, das Deck hat eine gute Qualität, der Preis ist erstaunlich niedrig für ein Spiel aus diesem Genre, und am allerwichtigsten: der Spaßfaktor stimmt.

Auf einer Skala von 1-10 würde ich Blue Moon 8 Punkte geben.

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Datum: 15.05.2006 Betrachtet: 34 mal Besitzer/in: Udo von Krähenfeld

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