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Was tun, wenn's brennt...? |
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Geschrieben von Tina Eiblmaier
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13.06.2006 |
Was tun wenns brennt?
Brennen lassen!!!
Normalerweise bin ich kein Fan von Deutschen Filmproduktionen. Dafür
gibt es viele Gründe. Jedoch gibt es immer wieder Ausnahmen von der
Regel. Bei „Was tun, wenn’s brennt?“ handelt es sich um so ein. Um fast
schon die beste. Neben „Echte Kerle“, „das Experiment“ und „Jenseits
der Stille, ach ja und „Lola rennt“… und… nein keine sorge, mehr fällt
mir im Moment nicht ein…
Doch nun zum Film:
Der Film erzählt die Geschichte der Freunde Tim, Flo, Maik, Hotte, Nele und Terror.
Diese sechs lebten Ende der Achtziger im noch geteilten Berlin und
waren Mitglied der Hausbesetzter-Szene. Und waren halt voll
anarchistisch radikal… zumindest wollten sie es sein. Doch mehr als
Hausbesetzten, anarchistische Graffitis, provokante Filme und eine
Bombe haben sie nie zustande gebracht.
Ja, eine Bombe.
Sie haben sich sogar dabei gefilmt wie sie, diese Bauen, inklusive Bauanleitung und Leitfaden zum Terroristentum.
Doch die ist nie explodiert. Zumindest nicht als sie sollte. Denn das
Haus in dem die sechs sie deponierten stand Jahrzehnte leer.
Und wie das Leben so spielt, trennten sich ihre Wege,(lets do the
timewarp again….), und sie wurden, so würden es die Spießer ausdrücken,
erwachsen. Zumindest einige von ihnen.
Denn zumindest Tim und Hotte (der bei einer Demo seine Beine unter
einem Wasserwerfer ließ) blieben ihren Idealen treu und sind immer noch
voll radikal…Graffiti mäßig und letzte Hausbesetzer im ganzen Viertel.
Während Flo kurz vor ihrer Schickimicki Hochzeit steht, Maik die
Hoffnung des neuen Marktes, Nele zweifache allein erziehende Mutter und
Terror Anwalt wurde. Womit wir im ´heute´ angekommen sind.
Und da geht die Bombe hoch….
Und der Film, das Making of des Sprengsatzes, gerät mit massenhaft anderem Material in die Hände der Polizei.
Und so sehen sich unsere Helden nach Jahren wieder mit ihrer
Vergangenheit, ihren alten Sünden, ehemaligen Freunden, einem alten
Feind und einer schier unlösbaren Aufgabe konfrontiert, denn wie an den
Film rankommen, bevor die Polizei ihn sichtet und sie als Terroristen
enttarnt?
Wieviel von dem alten Geist ist noch da?
War er je da?
Was bedeutet Freundschaft?
Es ist eine wahre Achterbahnfahrt voller Tragik und Komik die man miterlebt, bis es zum furiosen Ende kommt.
Fazit:
Ich liebe diesen Film! Nicht nur weil er diese Anarchistische Seite meiner Persönlichkeit kitzelt , nein, er ist auch einfach nur gut. Wirklich. Obwohl und trotzdem Till Schweiger mitspielt.
Die Geschichte besticht durch einige, nicht ganz vorhersehbare, Haken
und Wendungen, und die Schauspieler verkörpern ihre Charaktere so gut,
das man meinen könnte sie wären Tim, Flo, Maik, Hotte, Nele und Terror.
Alles in allem wirkt die Geschichte zwar haarsträubend aber dennoch
verlässt sie nie den Rahmen der doch noch irgendwie möglichen
Glaubwürdigkeit.
Zumal ich glaube, dass viele Leute, wenn sie ehrlich sind, ähnliche
Persönliche Entwicklungen und Veränderungen an sich und ihren Freunden
beobachten können. (Nein, damit will ich nicht ausdrücken, dass sich
fast jeder schon mal als Terrorist betätigt hat, als mehr das man
selbst und auch sein Umfeld sich verändert, sich Ideale und Ziele
verändern und man sich auseinander lebt.) Und das gibt dem Film eine
Note die jeder irgendwie nachvollziehen kann.
Leider ist der Film nicht wirklich gut in den Kinos gelaufen. Das mag
zum einen daran liegen, das ich nicht die einzige bin die Deutschen
Filmproduktionen skeptische gegenüber steht, und zum anderen, dass man
eine menschliche / komische Darstellung von vermeintlichen Terroristen
im Jahre 2001 aus Gründen der Political Correctness nicht wirklich
sehen wollte.
Anyway, den Film gibt es zum Glück auf Video und DVD.
Was tun wenn’s brennt?
Ein Film von Gregor Schnitzler
Deutsche Columbia Pictures Filmproduktion
Mit: Till Schweiger, Doris Schretzmayer, Sebastian Blomberg, Martin Feifel, Nadja Uhl, Matthias Matschke und Klaus Löwitsch
Drehbuch: Stefan Dähnert und Anne Wild
Roman bei Knaur
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