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Geschrieben von MacArt
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13.06.2006 |
Darsteller:
Harry Earles, Daisy Earles, Angelo Rossito
Regie: Tod Browning
Laufzeit: ca. 64 min
Genre: Drama, (Phantastik)
USA 1932, s/w
Inhalt
Der Liliputaner Hans ist Teil einer „Freakshow“, die mit einem
Wanderzirkus durch die Lande zieht. Er verliebt sich in die
normalgewachsene Trapezkünstlerin Cleopatra und tut alles, um ihre
Aufmerksamkeit zu erringen, erntet jedoch nur Herablassung.
Als Cleopatra zufällig erfährt, dass Hans ein Vermögen geerbt hat,
entwirft sie einen bösartigen Plan. Scheinbar ist sie Hans plötzlich
nicht mehr abgeneigt und heiratet ihn schließlich sogar. Mit dem Ziel,
ihn umzubringen, vergiftet sie ihn noch in der Hochzeitsnacht. Hans
überlebt jedoch und Cleopatra bekommt die Rache der anderen Mitglieder
der Freakshow zu spüren...
Beschreibung
Als ich den Film zum ersten Mal sah, war ich ziemlich platt. Um den
Film so authentisch wie möglich zu halten, engagierte Regisseur Tod
Browning für die Darstellung der „Freaks“ echte Missgebildete, die er
zur Mitwirkung überreden konnte. Wenn man an die Moralvorstellungen
denkt, die im Entstehungsjahr des Films (1932) vorherrschten, ist
allein die Besetzungsliste des Films schon außergewöhnlich.
Obwohl heute zum Klassiker avanciert, löste der Film wohl gerade aus
diesem Grunde einen Skandal aus und wurde von Kritikern in Grund und
Boden gestampft. In England wurde er sogar rund 30 Jahre lang nicht
mehr gezeigt. Tod Brownings Karriere, die 1931 mit einer
Dracula-Verfilmung ihren Zenit erreichte, ging quasi über Nacht den
Bach runter.
Dabei wollte der Regisseur mit dem Film genau das Gegenteil bewirken.
Die Missgebildeten treten in diesem Film als nette und hilfsbereite
Menschen auf, die keinen Unterschied zwischen „normal“ und
„andersartig“ machen. Die „Bösewichte“ in diesem Film sind die
Normalgewachsenen. Somit ist dieser Film eher ein Aufruf zur
Gleichberechtigung, als dass er diskriminiert.
Freaks wird oftmals dem Horror-Genre zugerechnet, wobei er
eigentlich nicht in diese Schublade gehört. Es handelt sich vielmehr um
ein Drama, welches erst in den letzten Minuten zu einem Gruselfilm
gerät und dessen Ende einen Touch Phantastik enthält.
Fazit
Meiner Meinung nach ist Freaks ein
faszinierender Film, gerade wenn man bedenkt (wie oben schon
geschrieben), wann er gedreht wurde. Es lohnt sicher, ihn sich einmal
anzuschauen.
Wissenswertes
Der ursprüngliche Film hatte eine Länge von ca. 90 Minuten. Die
fehlenden 30 Minuten wurden herausgeschnitten und sind leider seither
verschwunden, eine vollständige Fassung existiert nicht mehr.
Seit Ende Oktober 2004 ist der Film auf DVD erhältlich.
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