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Xandria - Ravenheart PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Tina Eiblmaier   
13.06.2006
Xandria - Ravenheart
Drakkar Records

Als Konsument mehrere Musikmagazine stolperte ich in den vergangenen Monaten bei einigen der den Magazinen beiliegenden Samplern, über die Stücke einer mir zwar schon namentlich bekannten Band, von der ich jedoch so großartig noch nichts "in die Ohren" bekommen hatte.
Wie die Überschrift verrät handelte es sich hierbei um Xandria, und die Songs stammten von ihrem zu diesem Zeitpunkt erscheinenden zweiten Album "Ravenheart".
Wie erwähnt hatte ich über die Band schon einiges gelesen, und ebenso hatte ich viel über ihre Live-Qualitäten gehört. Diese Berichte waren sowohl positiv wie auch negativ gefärbt, so das ich zwar immer in ihr Debüt "Kill the Sun" reinhören wollte, jedoch nie die Chance dazu hatte.
Umso erfreuter war ich dann, als ich jene Sampler-Tracks in ruhiger Beschaulichkeit anhören konnte. Es handelte sich dabei um ´Ravenheart´ und ´Some like it cold´, wobei vor allem der erste der beiden mich so begeisterte das ich beschloss zum Platten-Dealer meines Vertrauens zu gehen, um dort hoffentlich mal genauer in das Restliche Album reinhören zu können.
Jedoch kamen mir erst mein Job und dann das WGT dazwischen, so dass ich erst in der Woche nach Pfingsten darum kümmern konnte.
Nun muß man an dieser Stelle glaube ich mal erwähnen das es ja manchmal ein Kreuz ist, Bestimmte Alben vor allem aus dem Indie, Metall und Gothic Bereich in normalen Plattenläden zu finden.
Klar, man findet bei den größeren Ketten (z.b. Saturn oder Media Markt) schon viele auch seltene CDs, aber in ruhe reinhören ist da nicht.
Und in den Kleinen Läden ist die Auswahl schlechter. So war ich mir nicht sicher ob ich Xandria dort finden würde...
Umso überraschter war ich dann, als ich nicht nur das Album fand, nein, es war sogar in einem der Fächer der Top 40 Alben einsortiert! Auf Platz 36!
So konnte ich dann in ruhe Einblick in das Rabenherz nehmen. Und was ich da so hörte verführte mich dazu das Album dann auch direkt zu kaufen...

Die Songs

`Ravenheart´ der Titelgebende Song des Albums war mir ja schon von den Samplern bekannt. Ein hymnischer Rocktrack der gut ins Ohr geht, aber auch der Track des Albums der wohl am stärksten Schuld and den ständigen Vergleichen von Xandria und Within Temptation ist.
Gejagt wird dann das Rabenherz von der `Lioness` einem arabesken Rocktrack der Bilder der Wüste in einem Beschwört.
Danach begibt man sich eingeleitet von einer Sitar `Back to the River`, um dann bei DER Ballade des Albums zu landen `Eversleeping´. Getragen wird der minimalistisch arrangierte Song vom Piano, wobei Synthie- Streicher und Flöten das ganze veredeln.
Danach wird man mit einem Kick ins `Fire of the Universe` befördert. Einem sehr genialen Song der einfach nur rockt!
Von Feuer nun zu Eis. `Some like it cold´ heißt es da. Ein eher langsamer Rock Song, der aber nicht in die Kategorie Ballade gehört, irgendwie shizoid…. ja aber dennoch verstehe ich den Song immer noch nicht....
Hernach sucht man die `Answer´. Die man in einem wirklich melodisch schönen Rock Song findet.
Dieser folgen dann die langsamere Nummer `My scarlet Name´ und das märchenhafte `Snow White´ welches mit den klängen einer Orchesterprobe eingeleitet wird und sich dann als der Song mit dem ersten richtigen Gitarren Soli entpuppt.
Dann kommen wir zu ´Black Flame´. Hier erlebt man den ersten gravierenden Stilbruch des Albums. Waren die Lieder zuvor zwar alle eigenständige Gebilde, so gab es dennoch so eine Art gemeinsames Stil-Gerüst, so das man von melodischen Rocksongs mit Orchestralen Ornamenten sprechen konnte. ´Black Flame` ist jedoch ein klassischer straighter Rock Song, der einen geradezu zum Tanzen auffordert, oder zumindest die Haare zu schütteln….
Das darauf folgende ´Too close to breath` passt auch nicht so recht zu den ersten Songs des Albums, eher erinnert es an einen verloren Track von the Gathering.
Und auch beim letzten Song finden sie nicht so ganz zurück zu dem am Anfang gesponnen Stil-Faden. Zwar gibt es durch die Piano Einschübe Deja-vú , jedoch wirkt der Song ein wenig befremdlich, was wahrscheinlich auch mit den verwendeten Loops und Technoiden Sounds zu tun hat.

Bonus:

Als Bonus gibt es auf der CD, sobald man sie an seinen Computer verfüttert das Video zum Lied `Ravenheart´’( welches ja schon in der Rotation einiger Musiksender gelandet ist) und eine Band-Bio, wobei man leider sagen muss, das diese nur in Englischer Sprache vorhanden ist.
Weiterhin die unumgänglichen Verweise auf die Band-Homepage, die Page der Plattenfirma, und die der Bookingagentur.

Fazit:

Im ersten Höhrdurchgang erscheint das Album als ziemlich glatt und Konsumenten freundlich produziertes Werkstück aus dem Bereich des Gothic Metall mit starken Rock Einschüben, jedoch erkennt man bald die Ecken und Kanten des Albums.
Eine solche Ecke ist die Abkehr von jenem Grundlinie der anderen Songs in den letzten drei Liedern des Albums. So beginnt dieses Album Gradlinig um später etwas diffus zu zerfransen. Ebenso sind viele Aspekte der Texte mir nicht wirklich verständlich, und vor allem der Gesang wirkt streckenweise ein wenig eintönig und glatt.
Und dennoch: Die Platte rockt!
Einzelne Songs sind wahre Kracher wie `Fire of the Universe` oder `Lioness`, der Titelsong `Ravenheart` ist ein wahrlicher Ohrwurm, und `Eversleeping´ ist einfach nur schön.
Es ist kein Album was ich unbedingt ganz hören muss ( was bei sehr vielen CDs der fall ist), aber es besitzt brillante Highlights aus denen man ja dann seine eigenen Mixtapes/ CDs basteln kann!
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