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strange little girls - tori amos |
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Geschrieben von Tina Eiblmaier
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13.06.2006 |
tori amos – strange little girls
atlantic (warner music) 2001
tori amos musik, ebenso wie die person tori amos, sind nun wirklich
nicht jedermanns sache. auch ich habe schon etliche diskussionen mit
leuten geführt, die mich für bescheuert erklärten, weil ich ihre musik
einfach nur liebe. erstaunlicherweise kann man sich aber fast mit allen
kritikern an ihrer musik auf eines einigen: sie covert einfach nur
genial. dafür ist sie unter ihren fans berühmt und berüchtigt. doch bis
zu diesem album konnte man in diesen genuß nur kommen, wenn man
entweder einen ihrer live-auftritten beiwohnen konnte, eines der
zahlreichen bootlegs besaß oder durch sagen wir mal elekronische wege
radiomitschnitte oder ähnliches bekommen konnte.
mit „strange little girl“ legte miss amos nun eine lp der besonderen und seltsamen art vor.
bei den auf dem album vertretenen 12 lieder handelt es sich
ausschließlich um fremdkompositionen, und dessen noch nicht genug,
nein, alle sind im orginal von männlichen songwritern, die in diesen
songs über frauen und ihre eigene beziehung zu denselbigen
referieren...(ich hoffe das ich mich verstäntlich ausgedrückt habe...
nein?... ok hier noch mal in „klar-deutsch“ : männer schreiben über
ihre beziehungen zu frauen im allgemeinen, oder in speziellen, oder
einfach nur über eine bestimmte frau...jetzt verstanden?... dann ist ja
gut...)
nicht nur diese thematik macht das ganze interessant, ebenso fesselnd
ist die auswahl, die die künstlerin hierbei getroffen hat. sie sagte
damals in interviews, die zur promotion des albums gehörten, das sie
telephonisch vorschläge von freunden und bekannten einholte, während
sie dabei ständig ihre neugeborene tochter natashya stillte....(ohne
kommentar).
dabei kam eine sehr ansehnliche und sehr „strange“-e mischung an songs zustande.
von eminems botschaft an seine ex „bonny and clyde ´97“, über slayers
„raining blood“ (sic!), depeches „enjoy the silence“, von den beatles
„happieness is a warm gun“, neil youngs „heart of gold“, der song der
boomtown rats über eine amokläuferin in einer schule„i don´t like
mondays, „new age“ von velvet underground, bis zu dem titelgebenden
track „strange little girls“ von den stranglers. wobei der titel des
albums, wie alle dinge bei miss amos, mehr als eine bedeutung hat.
sie selbst spricht davon das ihre songs eigene persönlichkeiten
besitzten, girls sind...(vergl.=> girls from the choirgirl hotel)
bzw das sie selbst aus vielen einzelnen facetten/girls besteht...
und so hat sie mit „strange little girls“ eine sammlung von wirklich
seltsamen mädchen abgeliefert. wobei die seltsamkeit zum einen aus der
kombination der einzelnen stücke, alswie auch aus der interpretation
derselbigen entsteht.
so ist der song „strange little girl“ in ihrer interpretation
wesentlich druckvoller und eindrucksvoller als die version der
stranglers.
der song bonnie und clyde wirkt süßlich, erschreckend und sehr intim, in seiner nacktheit der interpretation.
„enjoy the silence“ ist so wie man tori´s coverversionen kennt und
liebt, sie mit ihrem klavier... sonst nichts, göttliche einfachheit.
„i don´t like mondays“ hat in erschreckender weise (wenn man den
kontext bedenkt) etwas von einem wiegenlied, einem kinderlied aus einer
spieluhr...
„raining blood“ kreiert eine beklemende düsternis, in der man sich verfangen kann...
und so könnte man weiter über die einzelnen songs referieren, was jedoch mühselig wäre.
interessant ist ebenso das artwork der platte. im booklett sieht man
tori in den verschiedensten outfits oder besser verkleidungen, die
interpretative zu den einzelnen songs stehen sollen... als
verschiedenen abbildern der strange little girls an sich, und als
beweis das alle frauen strange little girls sind... (very strange finde
ich hierbei das mariah carey look-a-like pic...das ist echt gruselig!)
mit kleinen texten vom „dreamking“ neil gaiman, einem engen freund von
tori amos.(ja genau, der neil gaiman der die sandman comics geschaffen
hat, und in dessen comic death vol. 1, tori amos das vorwort
geschrieben hat! nicht zu unterschlagen seine zusammenarbeit mit terry
pratchett „ein gutes omen“ , und seiner eigenen romane wie zb.
sternwanderer, und und und...aber das nur am rande...)
so kann ich abschließend nur sagen: strange! very, very strange! aber
dennoch gut, wenn man seltsame dinge liebt...auch ich hatte am anfang
probleme mit der platte, habe aber durch mehrmaliges hören eine gewisse
liebe zu dieser cd entwickelt...es scheint ein teil ihrer musik zu
sein, das ihre songs mit der zeit wachsen und gedeihen, wie kleine
stachlige kakteen die seltsame blüten treiben...
ich kann jedem nur empfelen reizuhören, ob man die orginale nun kennt
oder nicht. (ich selbst weiß bis heute nicht von wem real men, time,
rattle snakes und i´m not in love sind...auch wenn das manchem jetzt
als armutszeugnis erscheint... fuke it!)
tori´s homepage
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Letzte Aktualisierung ( 17.07.2006 )
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