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tori amos - tales of a librian |
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Geschrieben von Tina Eiblmaier
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13.06.2006 |
tori amos – tales of a librian
atlantic (warner music) 2003
wie war das noch, du bist erst dann ein erfolgreicher künstler, wenn du
mindestens ein „best of“ album gemacht hast... anyway. tori hat sich
wahrlich damit zeit gelassen bis sie ihre erste „best of“ platte
rausbrachte. und das war wahrscheinlich gar nicht so leicht.
schließlich hatte miss amos zum zeitpunkt des erscheinens von „tales of
a librian“, schon sieben solo studio alben veröffentlicht, mit
insgesammt 95 (!!!) songs, diverse raritäten wie soundtrack und sampler
beiträge nicht berücksichtigt. dazu noch unzählige nicht
veröffentlichte songs, oder songs die nur live dargeboten werden...
alles in allem stand man wohl vor einer masse von weit über 100 songs
aus denen es zu wählen galt. wohl keine leichte aufgabe... dazu kommt
das das werk der tori amos nicht eindeutig und gradlinig verläuft. es
springt, tanzt, wecheslt die farbe, ist extrem eigensinnig... einfach
tori..
ihre texte sind sehr introspektive, und jeder hat einen anderen zugang,
eine andere art der interpretation, andere lieblingslieder...
und dann eine „best of“ zu kompilieren muß echt stressig gewesen sein.
nimmt man auf die fans rücksicht? nimmt man raritäten? ruht man sich
auf der sicheren bank aus und favoriesiert die singels (die wohl
üblichste praxis bei so was...)?
tori blieb sie selbst und wählte 16 songs die ihrer meinung nach ihre
karriere am besten wiederspiegelten. diese wurden dann noch mit 4 neuen
(oder einfach noch nicht so veröffentlichten) garniert und durch ein
völlig neues mixing veredelt... eh voila! tales of a librian!
zur auswahl der songs: diese ist echt erstaunlich! zum einen bleiben
zwei alben vollkomen unbeachtet! nämlich von den zu diesem zeitpunkt
letzten alben „strange little girls“ und von „ a scarlets walk“ fehlt
jede spur...
von dem album „to venus and back“ (doppelalbum!) ist lediglich die
singel „bliss“ enthalten. das „choirgirl hotel“ ist durch „spark“,
„jackie´s strengh“ (beides singels) und „playboy mommy“ vertreten.
„pele“ wird durch die weird songs „way down“ und „mr zebra“ und die
wohl komerzielle erfolgreichste singel von miss amos „professional
widow“ (kam wohl auch durch den sehr technoiden remix des ganzen). von
„under the pink“ gibt es die singels „god“ und den internationalen
durchbruchsong „cornflake girl“, und letzendlich noch „baker, baker“.
und vom solo debut „little earthquakes“ gibt es ganze sechs songs!
„crucify“„precious things“ „winter“ „silent all these years“ „tear in
your hand“ und natürlich „me and a gun“ indem sie sich mit ihrer
vergewaltigung auseinandersetzt...
dazu kommen als bisher nicht veröffentlichten songs „mary“ „angels“ „snow cherries from france“ und „sweet dreams“.
wobei die songs in einer abfolge auf der cd sind, die nicht den daten
der veröffentlichungen folgen, sondern eher der inneren stimmigkeit
entsprechen...
im booklett sind die einzelnen song in kategorien unterteilt, wie es auch bücher in bibliotheken sind, mit schlagworten, etc.
alles in allem eine mischung die man nicht wirklich erwarten konnte,
aber tori war noch nie wirklich berechenbar... durch die neu-abmischung
der alten songs gewinnen sie einen gewissen reiz. und auch die neuen
songs sind durchaus nett. vor allem „mary“...
eine bewertung jedoch fällt schwer, weil schließlich ist es eine „best of“...
und wie ich schon oben erwähnte hat jeder so seine eigene sicht von
toris musik. meine persönlichen favoriten sind nicht unbedingt dabei...
aber das ist ja auch nicht schlimm.
und so kann ich nur sagen das diese cd für hardcore fans defenitive
ineressant ist, und für absolute neueisteiger bietet sie einen guten
überblick, über die vielen facetten der miss amos...
toris´ homepage
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Letzte Aktualisierung ( 23.10.2006 )
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