Teil 1 des Interviews folgt...
Jesus on Extasy Interview Teil2
Nun im zweiten Teil, dieses riesigen Interviews kommen noch
mehr düstere Seiten in den Jungs von Jesus on Extasy, von ihrer Einstellungen
vom Kommerz, Fannähe über ihre Ziele und Ängste, Alkohol excesse und vorallem
warum die Zahl 27 ihnen soviel Bedeutung für sie trägt.
In der Zwischenzeit ist nun Dorian zu dem Interview mit Chai
hinzugestossen, wenn ihr nicht das letzte Interview gelesen habt holt es jetzt
nach.
KKR: Wie wir ja gerade
von Chai gehört haben, arbeitest du Dorian vorher als Journalist warst, wie
bist du dann vom Weg des Lichtes, herrunter zur dreckigen Welt des rock’n’rolls
gekommen?
Chai:
Dorian: Das ist Hautsächlich der Rock’n’Roll schuld.
*lachend*
Irgendwann kannst du es einfach nicht mehr unter einen Hut
bringen. Also du hast dienen Dayjob, abends deine Bandprobe und irgendwann wird
es einfach zuviel.
Solange du rechtzeitig deine Rechnungen Pünklich bezahlst
und eben die Steuern leuft das schon.
KKR: Und wie sieht es bi dir momentan mit Nebenjob aus?
Chai: Immoment
garnicht’s
KKR: (scherzhaft)Der
eine Arbeitet und der andere lebt es aus. *lachend*
Chai:
Dorian: *lachend* Soviel kann ich momentan nun auch nicht
machen.
Chai: Also
Luftsprünge können wir nicht machen, es reicht aber zum Überleben.
Dorian: Ja, Geradeso.
KKR: Also seht ihr
eure Zukunft, weit in den Sternen?
Chai: Deffenitiv
Ja.
Dorian: Ja klar, man muss seine Ziele hoch stecken.
Sonst hast du verschissen, den egal was du machst, wenn du
irgendwie denkst es ist villeicht
doch nicht das Richtige ist, dann machst du es auch nicht
hundert Prozentig!
17 Minuten und 10 Sekunden)
Ja klar, wenn du nicht denkst
KKR: Habt ihr euch
eigentlich schon ein Ultimatum gesetzt, so das wenn ihr zu einem gewissem Punkt
in der Zukunft nicht dort und dort seid. Das ihr der Band dann ein Ende setzt?
Chai: Wir sterben
den Drogentod: *lachend*
Dorian: Wie alle großen Rockstars mit 27. Siehe Curt Cobain
oder Jimmy Hendriks oder Chenie Chaplin…
KKR: Wie Alt seit
ihr den immoment?
Dorian: Ich bin 22
Chai: Ich bin 24
und wir geben Gas, doch ich werde früher sterben.*lachend*
Da kann er 2 Jahrelang noch meine Tantiemen einsacken.
*lachend*
Dorian: Gitarristen gibt’s ja wie Sand am Meer…*lachend*
Mal im ernst ich bin froh das ich ihn hab und wir uns so
gefunden haben und die Band würde auch nur so mit uns zweien so Funktionieren.
KKR: Wie gut das,
eine Junge Band wie ihr es seit noch Humor verträgt bei anderen Bands könnte
man nämlich sehr schnell in Ungnade fallen.
Dorian: Sicher wir
sehen uns auch eher in einer anderen Schiene.
Wir sind so die schwarze Version von ABBA.
KKR: Und wer ist wer bei ABBA? *lachend*
Dorian: Ich bin
Agneta. *lachend*
Chai: Und ich bin
der Bärtige. *ebenfalls lachend*
KKR: Um noch ein
bisschen Seriosität in das Interview zu bekommen wieder zurück zu den Fragen.
Was ist mit eigentlich mit euren Mädels die sich ja eher im
Hintergrund halten, sind die vielleicht nur für die Frauenquote?
Chai: Nein Absolut
nicht, sie sind ein verdammt wichtiger Bestandteil. Ohne sie währen wir doch
aufgeschmissen.
Dorian: Noch sind sie ja auch erst frisch dabei, wir haben
ja unser erster Konzert mit ihnen erst vor einem Monat Absolviert in Osnabrück
als Vorgruppe von L’âme Immortelle.
KKR: Mit denen habt
ihr ja auch sicher gefeiert oder?
Chai: Oh ja und
wie, das sind wirklich lustige aber auch sympatische die sehr hard feiern
können Besonders Thomas war ein echter Rock’n’roller.
KKR: Denkt ihr,
dass sie ihr Erfolg sie zum negativen beeinflusst hat?
Chai: Das ist
jeder Band selbst überlassen
Dorian: Jede Band verändert sich ja
Chai: Aber jeder
geht irgendwie seinen eigenen Weg und es gibt immer welche sagen Oh das ist
geil oder eben scheisse. Ich war und bin schwer beeindruckt von ihnen und das
hätte ich vorher nicht so gedacht.
KKR: Oft kommen ja
auch aus Fankreisen so rufe wie „Es ist alles nur noch Kommerzialisiert oder
ähnliches“ was sagt ihr den dazu?
Chai: Zu aller erst finde ich das Wort “Kommerzialisiert”
total fürn Arsch!
Echt, weil kommerzialisieren, heißt das viele schauen wo sie
Geld her kriegen um zu leben. Ganz einfach, dementsprechend habe ich eigentlich
keine Probleme, wenn sich jemand versucht irgendwie über Wasser halten sonst könnten
sie ja auch keine Musik mehr machen!
Dementsprechend wenn jemand meint, sich musikalisch damit
verändern zu müssen, soll er machen. Mit der Möglichkeit das es nach hinten
losgeht, definitiv. Aber das Risiko ist immer da.
KKR: In wie fern
ist den Kommerz bei euch vorhanden?
Chai: Da denken
wir gar nicht darüber nach. Also prinzipiell haben wir, als wir die Song
geschrieben haben. Musik geschrieben, die wir selber geil finden würden. Quasi,
wir gehen ja auch selber gerne Weg und wir haben die Musik geschrieben zu der
wir gerne tanzen wollen würden. Und solange wir Spaß haben machen wir weiter.
KKR: Wie sieht es
bei euch mit dem Perfektem Publikum aus.
Chai: Wie die
ersten beiden Reihen heute beim Konzert nur in noch größeren Ausmaßen. (Anm. d.
Red. Die ersten beiden Reihen warn hemunglose, abgingen durch pogen mitsingen
und einfach Spaß hatten, diese vielen mir auch besonders auf da sie sich so von
dem rstlichen Publikum abgehoben haben).
Perfektes Publikum ist einfach alles was abgeht.
Wir haben einmal ein Konzert mit Happy Birthday Massacer
gespielt und da warn Metler die haben gemoscht und Gothics die daneben den
sterbenden Schwan gemacht haben. Besser geht’s doch nicht!
Das Publikum in der Zukunft würde ich mir so Träumen.
Also vor einigen Wochen habe ich im Fernsehen abends die
Übertragung von Korn bei Rock am Ring gesehen. Und da warn hunderttausend
Menschen und alle hunderttausend Menschen, sind auf und ab gesprungen und das
war ein Moment da habe ich Gänsehaut bekommen. Ganz hinten hunderte Meter
entfernt sind kleine Pünktchen gehüpft, dass war einfach unglaublich.
Quasi wie heute nur in groß!
KKR: Habt ihr den dieses Jahr vor auf einem Festival zu
spielen?
Chai: Ohhh…Ja!
Dorian: Da laufen die Anfragen unserer booking Agentur
und es steht noch nichts fest
(Anm. d. Red. Mittlerweile wurden Jesus on Extasy für das
„Bochum Total“ und dem „Woodstage Festival“.)
KKR: Was sagt ihr
den dazu das Big Boy(Ein mit JoE befreundeter Musiker siehe sein Interview),
bei einigem Festival schon bestätigt wurde.
Dorian: Wir haben ein paar mal mit ihm gefeiert und haben
uns nun mittlerweile ist er ein Freund von uns geworden. Er ist wirklich einer
von den Musikern die ich wirklich am meisten mag.
Chai: Das ist
genau dieser Fall von Musiker der Meist unterschätzt wird, der Typ ist einfach
Geil! Die Band ist Geil! Es macht einfach tierisch Spaß bei seiner Musik ab zu
feiern.
KKR: Wie wichtig
ist für euch Fannähe im Allgemeinen?
Chai: Die Fan nähe
ist für uns das A und O.
Dorian: Stimmt, wenn Bands, die nähe zu den Fans verlieren.
Haben sie es sprichwörtliche verschissen! Die Fanbase ist doch, schliesslich
das wovon eine richtige Band lebt. Dann kann man ja gleich die Band auflösen.
Chai: Das heißt,
die kaufen deine Cd’s und du dich dann hinstellst dich hin nach dem Motto leck
mich am Arsch, dann kann man es knicken.
Dorian: Das ist doch einfach ein gegenseitiges geben und
nehmen.
KKR: Was sagt ihr
den zu solch einer Band wie Marilyn Manson, der wenn er mal kein Lust mehr auf
einen Auftritt hat irgendwas übers Mischpult kippt?
KKR:
Dorian: Das sind sehr, exzentrische Künstler. *lacht* Er ist
so jemand, dem nimmt man das nicht übel.
Chai: Wobei ich
nicht garantieren kann, dass dies bei uns auch mal passieren kann. *lacht*
Die Leute erwarten quasi so etwas und sie nehmen es ihm
somit nicht übel.
KKR: Wäre dies auch
etwas, was für euch in betracht kommt?
Dorian: Ich möchte nicht absprechen, dass es irgendwann mal
passiert. *lacht*
Chai: Aber jetzt
momentan, no! Aber so direkt denken wir nicht darüber nach.
Dorian: Genau ein Mischpult kostet zuviel. *lacht*
KKR: Mit welcher
Band wart und seid ihr den am liebsten unterwegs auf Tour?
Dorian: The
Birthday Massacre, die warn einfach Super
Chai: Deffinitiv.
Dorian: Die warn einfach die nettesten und besten, die wir
bis jetzt getroffen haben.
Chai: Die waren so
auf dem Teppich, das hat einfach Spaß gemacht. Wir haben mit denen gefeiert,
gearbeitet es war einfach geil.
Dorian: Und für seine Körpergröße verträgt „Chibi“, wirklich
viel. *lacht*
KKR: Wie seit ihr
den nach Konzerten, den so eingestellt. Viel Party oder nicht?
Chai: Also, wir
Interviewen so komische, dahergelaufene Leute…*lacht*
Ne also unterschiedlich. Jetzt wie heute zum Beispiel muss
ich den Wagen, zurückfahren da muss ich es eben sein lassen.
Bei Touren, die meist 2-3 Wochen gehen. Da kann man sich
nicht jeden Tag ins Delirium befördern, geht halt nicht. Würde man gerne, macht
man auch ab und zu mal *lacht*.
Aber dann bekommt man es am nächsten Tag natürlich auch zu
spüren.
Schau dir an was aus „Ville Valo“, geworden ist. So wollen
wir nie werden. *lachend*
Dorian: Er singt immer noch schön und „Him“ ist schon lange
einer meiner Lieblingsbands, der hat sich halt echt Kaputt gemacht bei der ganzen
Sauferei und er sieht nun mal kaputt aus.
KKR: Sagt ihr den,
dass es auf keinen Fall so wird oder geht ihr davon aus. Was kommt das kommt…?
Dorian: Ich Versuchs
auf jeden Fall soweit wie es geht zu vermeiden mich kaputt zu saufen.
Ich hab natührlich am Wochenende immer schon den einen oder
anderen Absturz.*lacht*
Chai: Wobei wir
gegenseitig auf uns aufpassen. Manchmal bin ich der, der in der Ecke liegt und
manchmal er…*lacht*
Dorian: Was meinst du, was das für ein Akt es ist, ihn
betrunken in eine Bahn zu schleppen. Nach nem Club Abend.
Chai: Also wenn
wir trinken, dann Vollgas. Aber vor 27 muss man da keine Panik haben, das was
passiert *lacht*
KKR: Was ist den
euer Lieblingsfilm und warum?
Chai: Definitiv „Crazy“,
für alle Rock’n’roll Fans so werden wir… Nicht! *lachend*
Kurze Beschreibung zum Film: „Da geht’s um eine
abgehalfterte Band aus den 70er’n die es noch einmal probieren wollen“, weil
nach einem Blitzeinschlag während eines Festival Auftrittes wahren die
Mitglieder zerstreiten, sich und einer ist irgendwie scheintod.
Einige Jahre später, will einer alle zusammen trommeln die
mit der Zeit so Fertig sind, das geht auf keien Kuhhaut, vor allem der Sänger…
Dorian: Es wird ja in der Band schon Spekuliert das ich so
mit 50 Aussehe. *lachend*, sein Albtraum ist es ja einmal wie der Gitarrist aus
zu sehen…was ich verstehen kann. *lachend*
Ansonsten mag ich solche Filme wie „Fight Club“ oder
„American Psycho“.
KKR: Wie wird es den eigentlich, mit weiteren
Veröffentlichungen nach dem Album?
Chai: Also, erstmal
das Album und alles weiter ist nicht fest und wenn dann in den ersten drei
Monaten nach der Album Veröffentlichung…
KKR: Gut, dann
kommen wir langsam zum Ende, mit unserer nun Obligatorischen Frage.
Sagt ein paar letzte Worte, für die Leser unserer
Zeitschrift.
Chai: Ach du
scheisse…,
KKR: Diese Worte
werden übrigens wortwörtlich in die Zeitschrift kommen. *lachend* Chai: ähm… Scheiße… mein Gott ich hasse letzte
Worte, ach komm eh, wir machen weiter...
KKR: *lachend* und nun von Dorian…
Dorian: Famouse
last words, ok… Wir lieben euch alle… Mit Alkohol seit ihr nicht die Stars des Abend aber ohne auch
nicht. *lachend*
Dieses Interview wurde im Rahmen des Konzertes in Siegen vom 27.01.2007, von Sarah Droska und Christian Külkens geführt.
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