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BIG BOY in Duisburg
oder dicke
Ärsche und Wodka
Nach dem wir uns für die letzte KKR „Jesus On Extasy“
geschnappt haben, haben wir diesmal „Big Boy“ aus dem tiefen Süden geholt und
ausgefragt. Einem Interview über den Interessanten Werdegang, einer Band. Für
die es, laut vieler fragwürdiger Labels, keine Zukunft geben wird… Doch das
hält sie nicht auf, weiter zu Arbeiten.
Von Konzerten über Orgien hin, zur Zukunft der Band. Die
nur durch die harten Fans für sie erst ermöglicht wurden. Doch genug der Worte
lest selbst…
KKR: Erstmal
eine Klassische Frage: zu Allererst stellt euch doch mal kurz vor, für alle da
draußen die euch noch nicht kennen.
Big Boy: Ich bin
Big Boy, ich mag dicke Ärsche, Wodka und den Happy
KKR: *lachend*
Nun schildere doch auch einmal ein bissen den Musikalischen Aspekt eurer Band.
Big Boy: Ich sag immer es ist wie Analsex, du magst es
eben oder eben nicht.
Die Erfahrungen haben wir halt gemacht, dass die Leute uns
lieben oder uns total hassen und scheiße finden.
KKR: Appropos
euer Musikstil, eure Musik enthält viele verschiedene musikalische Elemente aus
den Bereichen des Rocks, Industrials, Elektro ansatzweise auch des Gothics…
Was sagt ihr dazu ?
Big Boy: Es ist
immer so doof, wenn Bands irgendwie ein Problem damit haben in irgendeine
Schublade gesteckt zu werden und in jeder zweiten Bandbiographie steht wir
machen Mittelalter, Reggae, mit Funk Einflüssen. *lachend*
Wir lassen uns in keine Schublade stecken, uns kann man in
der Hinsicht nennen wie man will. Im Endeffekt ist es Rock’n’Roll würde ich
zumindest sagen.
KKR: Und wie
kam es zu diesem ungewöhnlichen Gesangsstil, also dem „Gekreische“?
Big Boy: Das ist
meine Stimme, also ich kann nichts dafür… *lacht*
KKR: Also war
es nicht gewollt und ist eben so entstanden?
Big Boy: Ich bin
halt kein so wahnsinnig guter Sänger, da blieb halt nur das schreien übrig…
Somit hat es sich eben etabliert.
KKR: Aber ihr
habt ja auch ein gefühlsvolleres, ruhiges Lied gemacht „Let the Dead Bury“. Da
wurde ja auch sehr sanft Gesungen?
Big Boy: Mein
Bruder und auch unser Produzent der hat eben gezaubert, mit etlichen Effekten
die drüber gelegt wurden, bis es sich letztendlich so angehört hat.
KKR: Wie ja
gerade gesagt wurde, sind mehrer Leute hinter diesem Projekt “Big Boy”.
Big Boy: Also ich
bin “Big Boy”, meine Band ist “Big Boy” und unsere Crew ist auch “Big Boy”
KKR: Wen zählst
du denn alles zum Grundteam des Teams?
Big Boy: Auf jeden
Fall die Band mit Happy, Kafka, AK. Wir sind zu viert auf Tour und wir haben
noch einen Tour-Manager und einen Engineer… Aber logischerweise sind da noch
mehr Leute vom Booker zum Produzenten und so…
Aber eigentlich bin Ich „Big Boy“
KKR: Und was
spielt dein Bruder für eine Rolle?
Big Boy: Es ist gut
so einen Bruder zu haben, er ist nämlich derjenige der mir überhaupt die Chance
gegeben hat es zu machen. Weil wie gesagt ich halt echt kein Talent zum singen
hatte und es für mich in der Schule immer so was schreckliches war vorzusingen.
Ich aber trotzdem ein Rockstar werden wollte.
Er hat mit einer Engelsgeduld, Jahrelang mit mir
gearbeitet. Bis es soweit war, dass wir uns auf die Bühne trauen konnten und
ein Tape aufnehmen konnten.
In Berlin zum Beispiel, da war er dabei als wir „Let the
Dead Bury“ gespielt haben da hat er am Klavier gespielt und früher hat er auch
mal Bass in der Band gespielt.
KKR: Ist es
nicht mitunter auch schwierig, wenn Geschwister mitarbeiten. Wenn privater
krach herrscht, dann wirkt es sich ja auch auf die Arbeit/Band aus oder nicht?
Big Boy: Mein Manager hat gesagt. Er hat mit, „Oasis“
und „The Darkness“ zusammengearbeitet
und ihm reicht es endgültig… mit Geschwistern zu arbeiten. Er will gefälligst
hier alles geschäftlich regeln.
Meine Mutter ist auch sehr autoritär und sie würde uns die
Ohren lang ziehen, wenn wir uns verkrachen würden.
KKR: Und wie
kam es eigentlich zur Gründung der Band, war dies auch dein Bruder Schuld?
Big Boy: Nein, wie
gesagt ich wollte schon immer Rockstar werden und bin schon als kleines Kind
durchs Schulhaus gelaufen und war halt ein schrecklicher Außenseiter. Es war
somit mein Traum.
Ein Traum in den ich mich geflüchtet habe, als
Jugendlicher schon immer.
Mein Bruder hat sich eben mehr aufs Produzieren
konzentriert und ich hatte eigentlich nachdem ich einige andere Dinge gemacht
habe, in der Musikbranche gearbeitet.
Um ein bisschen die Regeln kennen zu lernen. Man hat da
auch gemerkt, dass die Musikbranche noch schlimmer, verlogener, feiger und
lächerlicher ist, als ich es jemals gedacht hätte. Daraufhin habe ich den Job
aufgegeben.
Dann haben wir Angefangen, so ein wenig von hinten das
ganze auf zu satteln. Somit habe wir angefangen Songs zu produzieren und erst
als das Grundgerüst stand haben wir angefangen eine Band auf zu stellen. Es gab
auch ein paar Wechsel und in dieser Konstellation spielen wir seit so August
und haben unsere ersten Konzerte in Berlin und Hamburg gehabt.
KKR: Haben sich
die Mitgliederwechsel den nicht auf die Musik ausgewirkt?
Big Boy: Ne, weil wir eben mit der Musik angefangen
hatten. Wir hatten den größten Teil der Songs schon Produziert, somit werden
die Jungs auf dem nächsten Album erst spielen.
Denn bei diesen Aufnahmen haben wir, also ich und mein
Bruder, dass meiste eingespielt.
So stand eben das Gerüst. Was auch nicht ganz schlecht
war, denn wenn man einen Chef hat der die Richtung vorgibt, wo sich die anderen
sich ein Stückweit einfügen müssen.
Denn was er nicht wollte, war eben nicht eine typische
Proberaum Situation.
Wo alle irgendwie da sitzen, Bier trinken, einen Riff
spielen und am Ende nichts bei rumkommt.
So Arbeiten wir eben, ziemlich hierarchisch.
Ich mache mit meinem Bruder die Songs, es wird eingespielt
und dann werden die Songs erst live gespielt.
KKR: Haben die
Jungs in der Band, dann noch irgendwelche Einflusse auf die Musik, wenn sie zum
Beispiel eine tolle Idee haben und sagen, lasst uns das doch mal so probieren.
Big Boy: Ja klar, auf jeden Fall. Das sind meine besten
Freunde, nicht nur Persönlich sondern eben auch musikalisch. Es klingt eben
alles so wie es klingt, weil die Jungs es eben so spielen.
Klar die bringen sich auch ein, es wird auch wohl beim
zweiten Album mehr rauskommen.
Das spezielle von den einzelnen Jungs. Aber bei diesem
Album war es wichtig das eine Person, ein Konzept aufstellt, dem alle folgen.
Vorher war ich auch in einigen Bands, da war aber eben
dieses Demokratische gehabe. Was wir eben nicht mehr haben wollten.
KKR: Wie du ja
gesagt hast, hast du vorher gearbeitet und die Schule dementsprechend beendet.
War es dir da wichtig immer Arbeit, Ausbildung und die Schule zu beenden?
Und eben nicht alles abzubrechen für die Musik Karriere?
Big Boy: Hmm… ja, also für mich war es nicht so wichtig
die Schule abzuschließen. Ich habe auch nicht wirklich eine Berufsaubildung
gemacht.
Für mich war einfach nur wichtig, irgendwo was
rauszuziehen und irgendwo was zu lernen. Wenn ich das Gefühl hatte, ich habe
genug dann habe ich es auch abgebrochen und gelassen.
Es war mehr so eine Neugier, möglichst viele neue Sachen
kennen zu lernen. Was Teilweise ganz hilfreich ist mittlerweile.
Ich denke klar, wenn du irgendwie eine Berufsausbildung
hast, ich weiß das hört sich sehr amerikanisch an, aber ich denke, wenn du echt
was willst, dann kannst du etwas erreichen, egal was du vorher gemacht hast und
viele ganz erfolgreiche Leute haben das nicht gelernt was sie gemacht haben.
KKR: Könntest du dir vorstellen, dass du mal
etwas anderes machst als „Rockstar“ zu sein?
Big Boy: Ja, klar könnte ich. In fünf Jahren wandere ich
aus, lass mir einen Bart wachsen, trinke nur noch Wein und male Bilder. *lacht*
KKR: *lachend*,
Wie man nun ja gehört hat, macht ihr ja schon sehr lange Musik und ein langer
Weg ist hinter euch. Habt ihr nicht manchmal das Gefühl zu resignieren.
Denn es ist ja noch kein Plattenvertrag da. Ist da dieses
Aufgeben nicht manchmal nahe?
Big Boy: Ja, ständig, es ist wahnsinnig frustrierend.
Vor allem die Musikindustrie, ist so dermaßen weg vom
geschehen.
Und da arbeiten Leute die man nicht für möglich halten
kann.
Also wir kamen Sonntag, aus Berlin zurück. Und irgendwie
hat Keiner so wirklich geschlafen, alle warn rotz besoffen, mit unserem
schrottigem, scheiß Sprinter als wir da irgendwie nach München zurück gefahren
sind. Da mussten wir nach 8 Stunden fahrt nachdenken, was die Leute uns ständig
vorgehalten haben, nämlich, dass wir nicht „Real“ sind.
Und so was eben gesagt zu bekommen, von irgendwelchen so verkoksten
Musikstudenten die selbst einmal Musiker werden wollten. Das ist wahnsinnig
frustrierend.
Das einzige was uns wirklich geholfen hat und uns weiter
hat machen lassen waren, so kitschig es auch klingt, unsere Fans! Da kam ein
großteil ja eben auch von myspace.
Wenn wir da nicht so eine große Unterstützung gehabt
hätten, hätte ich schon längst 10 mal aufgegeben.
Es kommen einfach so geniale Sachen; Wie’s Logo Tätowieren
lassen, aus Japan kam eine eingeflogen, aus den USA. Das gibt einem wirklich
Mut weiter zu machen und auf solche Leute zu scheißen.
KKR: Also wollt
ihr eurem Ideal, weiterhin folgen?
Big Boy: Ja, natürlich. Ich meine was erzählst du den
Mädchen, die das Logo aufm Arm haben… Wir hörn jetzt auf? *lacht*
Jetzt machen wir es natürlich bis zum Ende weiter.
KKR: Wenn euch
nun ein Majorlabel nehmen wollen würde, dies aber mit Bedienungen verknüpft
wären, wie stilistische Änderungen würdet ihr es annehmen?Big Boy: Nein vergiss
es. Wir haben unser Album fertig und wir spielen diesen Sommer vor vielen
Leuten auf dem M`era Luna und dem WGT. Da muss das Album draußen sein und wenn
die das nicht machen wollen, machen wir es selber. Dann müssen die beim zweiten
Album eine Null dranhängen bei dem Vertrag.
Es gab vielleicht eine Zeit vor vielen Jahren, wo wir
bereit gewesen wären, solche Kompromisse einzugehen, doch diese Zeiten sind nun
für uns vorbei!
KKR: Also steht
bei euch Kunst vor Kommerz.
Big Boy: Danke für das Kunst *lacht*, also ein bisschen
Kohle wäre schon schön. Wir sind alle am Existenz Minimum, ein bisschen mehr
Kommerz und ein bisschen weniger Kunst. *lacht*
KKR: Wo wir
gerade dabei sind, wie viel Persönlichkeit und Herzblut steckt denn in dieser
Band?
Big Boy: Wahnsinnig viel! Ich mein jeder der daran
mitarbeiten, macht dies für fast nichts. Praktisch fast umsonst, wir kommen
gerade mal so über die Runden.
Das geht vom Tourmanager bis über den Booker, Engineer
uvm. Manchmal wünsche ich mir mehr für die anderen den Erfolg als für mich
selber.
Also das ganze besteht aus Herzblut
KKR: Was sagt
ihr allgemein zu Plattformen wie myspace, wird das die Zukunft der Musik werden
oder ist es bald Schnee von gestern?
Big Boy: Also hm… Also ich finde es gerade ein bisschen
erschreckend, wie viel im Netz verkauft wurde. An Rupert Murdock oder so was.
So nimmt auch das ganze auch zu mit dem gespamme und irgendwie, es
privilegierte Bands gibt, die einfach Werbung Hochschalten können. Es war ja
eigentlich die schöne Idee am ganzen, dass jeder 4 Lieder hochlädt und jeder
von einer Riesen Community das ganze feedback bekommt.
Das finde ich ein bisschen schade, dass es nun etwas
verkümmert.
Aber wie gesagt, alles habe ich durch myspace. Das wir
jetzt reden ist durch myspace.
Was sich bei den Festivals ergeben hat, unsere
Booking-Agentur haben wir auch durch myspace kennen gelernt.
Und das ist wirklich toll und etwas gutes, was man
gleichzeitig auch wiederum ein Fluch ist.
Halt das internationale, du hast Bands/Freunde in
Australien, Japan, China bloß die sind nicht wirklich gebündelt. Das heißt wir
können in Duisburg oder Japan spielen und es kommen immer gleich viele Leute.
*lacht*
Wenn es irgendwann mal richtig viele sind, dann ist es
auch wirklich cool.
Die Leute mögen das eben quer über den Erdball verstreut.
KKR: Wie
verhalten sich denn die Massen bei euch auf euren Konzerten? Also wie ist das
Feedback bei Konzerten, sind die Hallen bei euch auch mal leer?
Big Boy: Das ist
uns zum Glück erspart geblieben echt so vor niemandem zu spielen.
Oder nur vor Leuten die sich an die Wand drücken. Sonst
kommt es drauf an wo wir spielen, witzigerweise, war der Osten sehr geil für
uns, gerade Cottbus und so. Es lässt sich
auch wenig Vorraussagen. Wir haben zwar schon einmal in Köln, Münster
und einmal ganz früher in Dortmund
gespielt, so heute ist nun der erste Richtige Gig im Ruhrpott mal schauen was
da kommt. Es ist eben unterschiedlich von Stadt zu Stadt, also komischerweise
kann man nicht sagen Groß- oder Klein-Städte. Karlsruhe war Geil für uns,
Cottbus war wie gesagt Hammer.
Es ist schön, wenn halt Leute kommen die einen schon
kennen, während die anderen ein bisschen erstaunt schauen.
Letztens haben wir in Ravensburg in einem Linksradikalen Laden
gespielt, die warn ein bisschen verstört. *lacht*
KKR: Nun wo ihr
ja gesagt habt, wie der Tourstress und eurer Arbeit in dieser Band ist. Wo
bleibt dann das feiern, der Sex die Drugs. Denn den Rock’n’roll habt ihr ja
schon.
Big Boy: Wir haben ja einen kleinen Sprinter,
normalerweise laden wir ihn nach jedem Konzert voll was geht und fahren ins
Hotel. Bis unser Engineer zuviel bekommt und die nerven verliert.
Aber wir bekommen bis zu 12 Mädchen rein. *Schallendes
lachen von allen im Raum*
Letztens haben wir ja in München gespielt und
schlauerweise habe ich gesagt, dass alle bei mir übernachten können. Es sah
echt aus, es lagen nur noch schwarze Gestalten aufm Boden.
Es war ein Anblick wie im Zoo bei den Federwolken…
Und irgendeine von denen hat meine Socken und meine Hose
geklaut, in meiner Wohnung als Fan Material. Und wenn DU das hier liest, ich
weiß wer du bist, wenn du dich in meiner Wohnung noch einmal blicken lässt.
KKR: Bei ebay
wirst du es dann bald oder irgendwann ja mal wieder sehn mit der Aufschrift
getragen nicht gewaschen… *lachend*
Big Boy: *ebenfalls lachend*
KKR: Was haltet
ihr eigentlich davon, dass auf Musiksendern mittlerweile nur noch Shows und
kaum noch Musik geschweige denn Newcomer jenseits der Popmusik laufen?
Big Boy: Ich finde das was auf MTV läuft ganz lustig. Wie
„Flavour flav“ („Flavor of Love“ Anm. d. Red.),
„Date my Mom“… mit Musik hat das sicher nichts zu tun. Aber es hat ja
immer etwas mit Angebot und Nachfrage zu tun und es will ja anscheinend niemand
sehn. Anscheinend ist es eben eine organische Entwicklung, keine Ahnung.
Schade, dass Musik heute so wenig Wert geworden ist und so wenig geschätzt
wird. Vielleicht, entwickelt sich dadurch wieder etwas Neues und die Live
Konzerte zählen wieder etwas mehr oder es entwickelt sich wieder zurück und die
Leute wollen den Casting Scheiß nicht mehr.
KKR: Würdet ihr
zum Jetzigen Zeitpunkt sagen, dass ihr nicht auf solchen Sendern gespielt
werden wollt?
Big Boy: Ganz ehrlich? Kommt drauf an was du meinst. Wenn
man jetzt Beispielsweise „The Dome“ nimmt und ein Angebot käme, dann würden wir
es nicht machen.
KKR: Also im
Allgemeinen haltet ihr also nicht soviel von solchen Casting Bands oder?
Big Boy: Ja, das
ist einfach auf denen rumzuhaken… Ich habe kein Respekt vor denen.
Ich finde einfach das Konzept lächerlich. Ich möchte mal
wissen was die Leute die in der Jury sitzen, für eine Kompetenz haben Leute…
KKR: Siehe
Dieter Bohlen?
Big Boy: Ja gut, der hat wenigstens noch ein paar Hits
gemacht. Er war noch nie vorproduziert oder er weiß wenigstens wie man
Produziert, arbeitet…Er ist ein harter Typ.
Aber diese anderen Doofköpfe die da Rumsitzen.
Ich finde es ziemlich traurig, der Weg. Das Entertainment
auf kosten von irgendwelchen Jungenleuten und ihren Träumen gemacht wird. Das
ist purer Sadismus, irgendwelche Leute die bloßgestellt werden vor einem
Millionen Publikum, weil sie irgendwas Peinliches machen. Sicher, die Leute die
als Sieger raus kommen, können Super Sänger sein.
Dann werden die aber auch nur einmal kurz durchgereicht
und das war’s. Mir tun eher die Leute leid. Deswegen würde ich auch nicht so
auf diesen Leuten herumhaken.
Ich finde eher so Pseudo-Rockbands schlimm. Die sich
dieses Rock’n’Roll Ding auf die Flagge schreiben und das einfach nicht
verkörpern.
KKR: Wenn so
etwas, mit „Big Boy“ im Wandel der Zeit passiert. Würdest du das Projekt
einstellen?
Big Boy: Es wird einfach nicht passieren. Wir werden zu
keinem Casting gehen. Klar wollen wir Leute erreichen und brauchen Kohle
schließlich hat man Rechnungen und muss auch an die Zukunft denken. Also ich
habe nichts dagegen groß zu werden. Aber ich würde mich nicht hergeben um mich
einmal kurz durchgeben zu lassen.
Ich bin froh das die Band so langsam wächst und von unten hochkommt.
Es ist auch gefährlich, wenn jemand kommen würde nach dem
Motto.
Cool, wir machen ein Video, schießen dich durch alle
Medien und schauen was hängen bleibt.
So was würden wir auch nicht machen
KKR: Also
hättet ihr kein Problem einmal abgehoben zu werden und vergleichsweise wie
(drastisch ausgedrückt) Michael Jackson zu leben? *lachend*
Big Boy: Glaub nicht *lacht*
KKR: So und nun
zu guter letzt das wichtigste… Die letzten Worte für die Leser dieser
Zeitschrift.
Big Boy: Ich sollte mir mal was anderes einfallen lassen
als „shave your bushes!“… Ich habe das bisher jedes Mal gesagt, aber „shave
your bushes!“…
KKR: Dies wird
übrigens wortwörtlich übernommen…
Big Boy: Danke…
*leicht lachend*
KKR: Vielen
Dank fürs Interview.
Das Interview wurde am 04.04.2007 im Rahmen des Big Boy
Konzertes, im Duisburger Pulp geführt von Christian Külkens und Sarah Droska.
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