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J-Shock - The Japanese Fucker Family
Am Samstag den 23ten Juni
2007 war es endlich soweit. Das schon lang erwartete J-Shock Festival hatte
sich im Kölner Palladium eingefunden und mit ihm zusammen vier Bands frisch aus
Japan. An diesem Tage gaben sich Guitar Wolf, bis !, Girugamäsh und Antic Cafe
die Ehre. Die Bands rockten das Haus, bis die Wände wackelten.
Um 15Uhr war offizieller
Einlass, extra für die KKR-Leser schmuggelten wir uns auf die Gästeliste, um
vorher schon mal einen kleinen Einblick zubekommen, leider waren auch für uns
Kameras strengstens verboten. Wir platzten direkt zum Soundcheck rein und
konnten uns vorher schoneinmal von der guten Akkustik in der Halle überzeugen.
Der Vorraum der Palladiums war mit einem gut eingedeckten Merchandisestand
ausgestattet und die eigentliche Konzerthalle war in zwei Teile geteilt, was
die Akkustik sehr verbesserte, aber leider während des Konzertes doch ziemlich
eng wurde. Im ersten Teil der Halle war die Bühne, eine Leinwand, und ein Teil
einer der Bars, dann kam das obligatorische Mischpult, was auch die Begrenzung
der zwei Hallenhälften war. In der zweiten Hälfte war ein Gothic und J-Market
und in der zweiten Hälfte der Halle sollten auch die Autogrammstunden
stattfinden.
Gegen 15:05 Uhr kam der
Ansturm der Visual Keier, J-Rocker und Cosplayer in die Halle. Zum Glück hatten
wir schon Großeinkauf gemacht und unsere Taschen weggebracht, denn nun wurde es
richtig voll. Alles rannte zum Merchandisestand oder hockte sich vor die,
wieder verschlossenen, Türen der Konzerthalle. Alle Bands des heutigen Abends
haben extra T-Shirts für das Event drucken lassen, wie es auch in Japan üblich
ist und so musste sich jeder etwas von diesem Event sichern, da es diese T-Shirts
nichtmehr zu kaufen geben wird. Gegen 15:30Uhr wurden die Türen zur
Konzerthalle wieder geöffnet und man verbrachte die Zeit vor der Leinwand, auf
der PVs der Bands gezeigt wurden. Um 16:10Uhr hörte man am Ende, des zweiten
Hallenteils nur noch Gekreische, Antic Cafe würden um 16:15Uhr ihre
Autogrammstunde haben und so standen Massen von keischenden J-Rock Fans um
einen kleinen Tisch, um auch nur einen kurzen Blick auf ihre Lieblingsband
werfen zu können. Es war natürlich von Anfang an klar, dass nicht jeder sein
erhofftes Autogramm kriegen würde, aber trotzdem taten sich die Fans sehr viel
an, wegen ihrer Lieblingsband.
Um 17:15Uhr begann dann
der erste Auftritt und die Bühne für den heutigen Abend, entjungferten Guitar
Wolf. Mit ihrem punkigen, an den Ramones angelegten Sound, begeisterten sie
nicht jeden an diesem Abend, jedoch gab sich die Band alle Mühe das Publikum zu
begeistern. Und nachdem einige Gitarren zubruch gegangen waren, die Lederjacken
vollgeschwitzt und zerfetzt und die Knie wund gerockt wurden, verließ Guitar
Wolf auch schon die Bühne. Am Ende des Auftritts von Guitar Wolf, begann hinten
unbemerkt die Autogrammstunde von Girugamäsh. Während hinten fleißig Autogramme
geschrieben wurden, begann vorne der Umbau für die nächste Band.
Um 18:30Uhr begann der
Auftritt von bis!, die mit ihrer Musik schon mehr die Massen ansprachen. Bis !
sorgten für den ersten Anflug von Stimmung an diesem Abend. Die Band versuchte,
das Publikum anzuheizen und das Publikum dankte es ihnen. Mit ihrem poppig - rockigen
Sound, welcher ein wenig an The GazettE erinnerte, war einfach ein jeder
gezwungen mitzumachen. Und als die Band sich auf der Bühne auszog, kochte es in
der gesamten Halle. Zum ersten Mal an diesem Abend wurde leise eine Zugabe
verlangt, doch da der Zeitplan sehr knapp bemessen war, konnte dieser leise
Wunsch leider nicht erfüllt werden. Doch die Band, bestehend aus Maru (Gesang),
Tsukasa (Gitarre), Shunsuke (Bass) und Seika (Schlagzeug), hatte auch so einen
guten Eindruck hinterlassen können. Stattdessen begann direkt am Ende des
Auftritts die Autogrammstunde von Guitar Wolf, die sich nur eine kurze
Verschnaufpause gönnen konnten.
Gegen 20Uhr gaben sich
dann Girugamäsh die Ehre, die stark an die alten Zeiten von Dir En Grey
erinnerten. Der Bereich vor der Bühne wurde zu einem Kriegsgebiet. Endlich kam
Stimmung in die Halle. Es wurde gepogt, gemosht und vorallem geheadbangt. Die
neuen T-Shirts die man sich vor dem Konzert noch kauften, waren in wenigen
Minuten durchgeschwitzt. Auch die Band sah nicht viel gesünder aus, als ihre
Anhänger. Wer vorher noch keine Blauenflecke hatte, hatte sie nach dieser Band
sicherlich. Satoshi, der Sänger, schrie sich die Seele aus dem Leib und Nii
erfreute alle mit seinen Gitarrensolis. shuU am Bass und ?yo am
Schlagzeug unterstützen den düstern Sound mit ihrem Können. Dir En Grey,
DespairsRay und 12012 Fans kamen bei dieser Gruppe voll auf ihre Kosten.
Girugamäsh spielten alle ihre Hits und bei Volcano war das Publikum gar
nichtmehr zu bremsen. Als Abschluss wurde man noch nett auf Japanisch
verabschiedet (wir hoffen, dass es nettes Japanisch war) und die Band verließ
den Saal. Girugämesh hatten definitiv ein gutes Deutschland Debut. Nachdem
Auftritt von Girugämesh kam die, für den heutigen Abend, letzte Autogrammstunde
von bis!. Die sich auch nur eine kurze Verschnauffpause gönnen konnten.
Die Bühne wurde komplett
für den Hauptact den heutigen Abends umgebaut. Jedes Instrument wurde bis auf
kleinste geprüft und gestimmt. Vor Spannung zitterte der Hallenboden. Alles
stand voller Erwartung vor der Bühne, um diese Band zusehen. Antic Cafe würden
heute ihr erstes Europa Konzert geben und die Zuschauer des Kölner Paladiums
sollten Live dabei sein. Es kamen extra Leute aus Dänemark und sogar aus
Schweden um diese Band Live bestaunen zu dürfen und um 21:30Uhr war es endlich
soweit.
Das Licht wurde gedämpft,
und die Anfangsmusik von Shikisai Moment ertönte und nach und nach kamen die
einzelnen Bandmitglieder auf die Bühne und schnappten sich ihr Instrument.
Teruki am Schlagzeug, Yuuki am Keyboard, Takuya neu an der Gitarre, Kanon am
Bass und natürlich Miku, der mit seiner Stimme alles abrundete. Es wurden alles
von Shikisai Moment und Magna Carta gespielt. Von Escapism bis Snow Scene über
Bonds Kizuna und Maple Gunman. Die Band verlangte alles, aber auch wirklich
alles, vom Publikum ab. Jeder Tanz wurde mitgemacht und jedes Lied wurde
mitgesungen. Die Menge kannte alles von ihrer Lieblingsband und machte auch bei
allem mit. Und auch die Band tat viel für ihr Publikum, sie sprachen extra
Englisch und sogar Deutsch für ihre Fans, auch wenn sie alles von Karten
ablasen. Als Miku dann die Band vorstellte, machte die Band sich nur nochmehr
Fans, da Miku aus Deutschland mitbekam, dass Yuuki hierzulande nur Atze (wegen
der Ähnlichkeit zu Atze Schröder) ganannt wird und dies auch sofort aufgriff.
"Do you know Atze?" - "Do you know Atze from AnCafe?"
heiterte, die schon vorher kochende Stimmung, nur nochmehr auf. Und jedesmal
wenn Yuuki etwas sagen sollte, griff dieser seinen neuen Namen auf. Miku machte
auch Stimmung durch seinen "Zaubertrick". Er fragte das Publikum, ob
sie einen Zaubertrick sehen wollen und diese schrien natürlich alle
"ja" und so gab Miku damit an, dass er seinen Kopf durch seine
Unterwäsche stecken kann und holte dann eine extra weite Boxershorts um sie
einmal über seinen kompletten Oberkörper zu ziehen. Das ganze Konzert war ein
voller Erfolg und als es um 22:40 aufs Ende zuging, begann das Publikum wieder
lauthals nach einer Zugabe zurufen und Antic Cafe tat ihnen diese Gefallen.
Ihre Zugabe bestand aus der neuen Single "???????~THE HERO WITHOUT A "NAME"", die erst
im August in Japan erscheinen soll und sie spielten als allerletztes Lied
"Maple Gunman", ein Lied was ein jeder in der Halle kannte. Antic
Cafe hatte für ihren ersten Auftritt in Deutschlan, einen mehr als guten
Eindruck hinterlassen und man wird sie wohl immer wieder freudig in Deutschland
begrüßen.
Nachdem Konzert durften ein paar Glückliche zu einem Meet and
Greet mit Antic Cafe und auch hier, hatte die KKR seine Leute und so bekamen
wir ein paar noch geheime Informationen zum neuen Antic Cafe.
Das J-Shock 2007 war definitiv das Beste und Größte Highlight
dieses Jahr, was an J-Music Konzerten in Deutschland stattfinden wird und auch
jemals stattfand.
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