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Geschrieben von Suicideblond
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09.06.2006 |
Am Freitag den 1.7.2005 hieß es zum 1. Mal
Tore auf für das Amphi-Festival 2005. Das erste ORKUS Open Air fand,
wie der Name schon sagt, im Amphitheater des Gelsenkirchener
Nordsternparks statt. Die recht passende Kulisse zog ein paar Tausend,
zumeist schwarz gekleidete, dunkele Seelen heran die alle dem
hochkarätigen Line Up lauschen wollten. Darunter waren Bands wie
Blutengel, Projekt Pitchfork, Welle:Erdball, Zeraphine und noch einige
mehr die es sich lohnte anzuschauen.
Tag 1
Leider etwas verspätet zog es auch mich zu dem düsteren Treiben, aber
was heisst düster, es war traumhaftes Wetter und die Sonne ließ alle
Besucher viel Haut zeigen. Nach einer Weile der Parkplatzsuche standen
wir zunächst mal ziemlich lange an einer "schwarzen Menschenlange" an,
um unsere Tickets gegen das immer wieder begehrte Einlassbändchen zu
tauschen. Die Wege waren zwar nicht allzuweit aber mit den ganzen
Gepäckstücken doch recht beschwerlich.Vorne in der Reihe angekommen
bekamen wir dann endlich nach längerer Standzeit unser Band von einer
extrem unterbesetzten Crew. Mittlerweile klangen auch schon die ersten
Songs von THIS MORN´OMINA durch den Abendhimmel.
Da wir uns für das Camping entschieden hatten mußten wir nun zudem auch
nocheinmal anstehen an einem weiteren Bandverteilungs-und "eincheck"-
häuschen, was allerdings recht zügig vonstatten ging.
Ein Uferstück des Rhein-Herne-Kanals diente als Zeltplatz und nachdem
die Zelte mit Beihilfe des ein oder anderen alkoholischen Kaltgetränkes
errichtet waren zogen wir los zum kleinen Haupteingang.
Endlich durgeschleust befanden wir uns nun mit dem obligatorischen 1
Liter Tetrapack auf dem Gelände, zwischen vielen gleichgesinnten Leuten
die alle mit Vorfreude dem ersten Abend entgegensahen.
UNHEILIG Songs begleiteten unseren Überblicksrundgang, auf dem es jede
Mange zu sehen gab. Viele unterschiedliche Ess- und Trinkmöglichkeiten
waren genauso vorhanden wie auch verschiedenste Stände die fablelhafte
Kleidung und dunkele Accessoires anbaten. Darunter bekannte Namen wie
Aderlass und x-tra-x.
Beim Betreten der obersten Stufen des Amphitheaters hatte man einen
wundervollen Ausblick auf die Leute und die Bühne, die sehr idyllisch
direkt vor dem Rhein-Herne-Kanal liegt.
Alle hatten sich scheinbar viel Mühe gegeben, ähnlich wie beim
abendlichen Clubbesuch - Lack und Leder waren vertreten , ebenso wie
Neonstulpen und Puschel, aber auch diverse Haarfarben und interessante
Frisuren und etliche Accessoires.
ZERAPHINE; GOETHES ERBEN und PROJEKT PITCHFORK lauschten wir ganz aus
der Nähe bis in die Nacht hinein. Leider waren beim Late Night Special
CLIENT nicht mehr allzuviele Zuschauer im Theater, aber ich denke sie
haben einen weiteren tollen Gig dieses abends verpasst.
Der Sound war durchweg sehr angenehm ausgesteuert und Klang für ein Open Air sehr gut.
Nach dem letzten Act des Tages wurde bei der Aftershowparty noch
kräftig unter den Sounds von DJ Marco & DJ Nightdash (KUFA Krefeld)
sowie DJ Diva (Zeche Carl) weitergetanzt. Man lernte neue Leute kennen
und es ist mit Sicherheit auch die ein oder andere Gute Bekanntschaft
entstanden.
Zu später Stunde schlurften wir erschöpft zum Zeltplatz nebenan zurück
und machten es uns noch kurz auf einer Decke bei Kerzenlicht und Sekt
gemütlich.
Tag 2
Bei Innenzelttemperaturen von mind. 1000° bedingt durch die wenigen
Sonnenstrahlen des Morgenhimmels, warf es uns um 9 Uhr schon wieder aus
dem kurzen Schlaf. Leider standen bei diesem Festivalauftakt aus
organisatorischen Gründen noch keine Duschen zur Verfügung, was aber
erträglich war. Etwas geschafft vom Vortag und der Nacht setzte man
sich in gemütlicher Runde wieder vor die Zelte und wartete trinkend,
redend, gitarrespielend und rauchend auf den frühen Nachmittag, an dem
das Treiben weitergehen sollte.
Um 14.00 Uhr öffneten sich die Schleusen zum Gelände wieder und man
konnte zunächst den Klängen von STAUBKIND; PSYCHE und LACRIMAS
PROFUNDERE lauschen. Gestärkt mit ein paar Pommes vom Stand beschloss
ich mir die nachfolgenden Bands wieder aus den ersten Reihen anzusehen.
WELLE:ERDBALL; SUICIDE KOMMANDO und BLUTENGEL lieferten eine gute Show
und machten den Nachmittag und den frühen Abend zu einem gelungenen
Ereignis.
Das Wetter stand am Samstag leider nicht mehr so auf unsere Seite und
es begann zu regnen was aber niemanden so richtig zu stören schien.
Direkt vor der Bühne hielten die Planen den Regen ab und die Zuschauer
auf den Rängen wußten sich auch zu helfen.
Abschließend spielten DIE KRUPPS einen mit viel Beifall honorierten
Jubiläumsgig vor CAMOUFLAGE und dem Tagesheadliner IN EXTREMO die die
Menge zum mitsingen und mittanzen animieren konnten.
Alles in allem ein musikalisch guter 2. Tag.
Resume
Ein recht gutes Sommerfestival mit doch noch einigen Schwächen in
organisatorischer Hinsicht, viele gute Bands denen es scheinbar auch
Spaß machte in dieser sehr passenden Kulisse zu spielen, nette Leute
und große Auswahl an Nahrungsmitteln.
2006 gehört dieses Festival wieder mit zu meiner Planung, sofern wieder
solch gute Bands angeheuert werden können. Die 43 Euro haben sich
definitiv gelohnt!
Dank an den Veranstalter und ein doch gelungenes Wochende suicideblond
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Letzte Aktualisierung ( 17.07.2006 )
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