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ASP auf Aus der Tiefe Tour in der Krefelder KUFA am 21.10.2005 PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Tina Eiblmaier   
09.06.2006

ASP

auf „Aus der Tiefe“ Tour in der Krefelder KUFA am 21.10.2005
suport: BLUTZUKKER & SEELENZORN


Nur einen einzigen Konzerttermin in NRW gab es auf der ASP „Aus der Tiefe“ Tour, und der war glücklicherweise in der Krefelder KUFA. Abgesehen davon das ich in Krefeld lebe und dadurch der Veranstaltungsort KUFA per se einfach nur ideal ist, muß ich gestehen, das ich die KUFA aus drei Gründen einfach nur liebe: Es ist dort nie zu voll, es ist nie zu warm und der Sound war bisher immer vollkommen in Ordnung!

Gute Voraussetzungen also für einen gelungenen Konzertabend, der da vor mir liegen sollte. So bewegte ich mich in stiller Erwartung gen KUFA, vor der sich schon eine lange Schlange gebildet hatte. Um es mit den Worten ASP’s zu sagen begehrten lauter „schöne Menschen“ Einlass. Es sollte also recht voll werden…

Die Vorgruppen:



BLUTZUKKER:

Letztendlich in den Mauern der KUFA angelangt mussten die Versammelten dann noch bis 20.40 Uhr warten, ehe die erste Band BLUTZUKKER (ein Nachwuchsband aus Krefeld) die Bühne betrat. Ein in eine rote Zotteljacke gekleideter Sänger, unterstützt von zwei Keybordern und einer Tänzerin, versuchte dem Publikum einzuheizen… Doch wollte der Funke nicht so recht überspringen, die Elektronische Musik von BLUTZUKKER war nicht unbedingt das was die Meute hören wollte. Vor allem die Performance einer junge Dame die gegen Ende des Auftrittes einen Song mit BLUTZUKKER spielte, war gänzlich ein Griff ins Klo, da sie noch nicht mal die Töne richtig traf… Auch fand ich jetzt z.B. die Platzierung der Tänzerin im Hintergrund ungünstig. Sie hätte im Vordergrund eine größere Wirkung gehabt. Aber Vorgruppen haben es halt immer schwer.

SEELENZORN:

Hernach um 21.30 wagten sich SEELENZORN aus Darmstadt auf die Bühne.
SEELENZORN begleiteten ASP bei einem ganzen Teil der „Aus der Tiefe“ Tour und waren dadurch auch um einiges routinierter als z.B. ihre Kollegen von BLUTZUKKER. Auch wirkte ihr Auftritt um Längen professioneller.
Obwohl mein erster Gedanke nicht der netteste war als sie die Bühne betraten… Mir drängte sich nämlich zuerst der Gedanke an ein Gothic Boy Band Auf (sorry Jungs!) oder noch schlimmer NuPagadi…(ok. hiermit bitte ich untertänigst für diese bösen Gedanken um Verzeihung…es tut mir wirklich leid!) Denn die Live Crew von SEELENZORN besteht aus drei jungen Herren die Gesanglich und Performance-technisch in Erscheinung treten, zwei excelente Tänzerinnen die zu jedem Stück eine eigene passende Choreographie darbringen und zu guter letzt noch ein Gitarrist (Rocksau!). Derjenige ist auch der einzig sichtbare „Musiker“, der Rest des Soundteppichs kam an diesem Abend aus der „Dose“…
Alles in allem legte SEELENZORN aber eine überzeugende Show ab, und konnte das Publikum sogar so von sich überzeugen, das man eine Zugabe forderte! Das war wirklich mal eine Vorgruppe die durchaus zu empfehlen ist!


ASP

live:



Dann folgten noch einige düstere Minuten, bis dann um 22.38 Uhr ASP „Aus der Tiefe“ auftauchten! Gänsehautstimmung war angesagt als der Sänger ASP einzig und allein die Bühne betrat und das Intro zum ersten Lied sang. Bald folgten ihm seine Mitstreiter und gemeinsam rockten sie dann das Haus zu den Klängen zu „Besessen“.

Mögen sie auf ihren CD Veröffentlichungen noch so elektronisch klingen, live sind ASP die reinsten Rocksäue! Und ihr Publikum liebt sie dafür. Und für noch so vieles mehr, sei es die höfliche Art von ASP, wenn er mit den Besuchern kommuniziert (alleine seine Anrede an das Publikum :“Oh all ihr schönen Menschen“), seine Performance auf der Bühne (Zitat eines Besuchers: “Man, wenn der einem so auf der Straße begegnen würde, müsste man den ja Zwangseinweisen lassen!“) oder einfach nur die genialen Songs die live einen unheimlichen Drive bekommen. ASP rocken!

So kam das Publikum an diesem Abend in den Genuss von beliebten Klassikern wie „SingChild“, „She wore Shadows“, „Stille der Nacht“, „Dämonenliebe“ oder „Die kleine Ballade vom Schwarzen Schmetterling“, sowie auch neue Songs wie „Tiefenrausch“ oder „Schwarzes Blut“einen Platz im Programm fanden. Alles in Allem kam einem das ganze viel zu kurz vor als Sie dann nach „Schwarzes Blut“ die Bühne verließen. Das konnte doch nicht alles gewesen sein?

Doch durch vereintes „Zugabe!“ brüllen konnte das Publikum ASP wieder auf die Bühne locken. Und so forderte dann die Zuschauer gemeinsam den Song „…und wir tanzten“, jedoch quitierte ASP das nur mit einem Lächeln und dem Satzt „Wir sind hier doch nicht beim Wunschkonzert…“ und so spielten sie zunächst „Werben“ . Danach war es aber dann so weit. Schließlich, so sagte ASP auch selbst, gibt es da einen Song, ohne den sie nicht von der Bühne gehen können. Gänsehautstimmung war erneut angesagt als man gemeinsam (oder viel mehr das Publikum) fast gänzlich A Capella das Lied der ungeschickten Liebesbriefe sang… Einfach nur genial…

Danach verabschiedeten sich ASP erneut vom ihrem Publikum, nur um von Ohrenbetäubenden Chören : „WIR WOLLEN BRENNEN!!!“ wieder auf die Bühne geholt zu werden. Und dann brannte die Halle. Alle rockten, sprangen, tanzten und schrien zu „Ich will brennen!“… Das war dann wirklich das I-Tüpfelchen auf einem gelungenen Abend.

Ich persönlich werde auf jeden Fall wieder ein Konzert von ASP besuchen!!!

Letzte Aktualisierung ( 23.10.2006 )
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