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Welle:Erdball in der KUFA am 23.09.2005 |
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Geschrieben von Tina Eiblmaier
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09.06.2006 |
Welle:Erdball in der KUFA am 23.09.2005
Intro:
Ich muss zu meiner persönliche Schande gestehen, das Welle:Erdball mir
zwar begrifflich bekannt waren, auch hatte ich schon einige etwas
skurrile Interviews gelesen, aber bis zu jenem Abend waren sie mir
musikalisch gänzlich unbekannt… So dachte ich zumindest, denn wie sich
im Laufe des Konzertes herausstellen sollte waren mir doch einige ihrer
Songs vertraut, doch dazu später mehr.
So wartete ich dann gegen 20 Uhr vor dem Haupteingang der KUFA auf
meinen geschätzten Bruder, der mir gesagt hatte, dass er sich, gemäß
dem vor uns liegenden Konzertereignis in Schale werfen würde und seinen
Anzug, samt Krawatte, Trenchcoat und Hut aus dem Schrank kramen wollte.
Aufgrund dieser Tatsache verspätete er sich (und da heißt es immer
Frauen bräuchten für ihre Garderobe unendlich viel Zeit…)
So hatte ich dann auch genügend Zeit, das anreisende Publikum zu
betrachten, die ähnlich wie auch mein werter Bruder, sich größtenteils
in Abendgarderobe gewandet hatten. Schwarze Anzüge mit weißen Hemden
und Cocktailkleider, wechselten mit punkige Hommagen an die 80iger oder
mit schlichten schwarz Bekleideten Konzertbesuchern.
Alleine dieser Anblick ließ in einem schon die Spannung wie auch die Vorfreude auflodern.
Schließlich erreichte Udo die KUFA und gemeinsam betraten wir die
heiligen Krefelder Hallen. Und dann durften wir feststellen, dass es
lange nicht so voll war wie wir erwartet hatten. Es waren scheinbar nur
ca. 400 Besucher an jenem Abend erschienen.
Das war zu mindest für uns weniger schlimm, schließlich bedeutete dies
nur dass es zu keinerlei Gedrängel kommen sollte. Wir suchten uns einen
Platz in der zweiten Reihe und warteten dann noch etwas über einer
halben Stunde eh es dann so weit war.
Welle:Erdball betraten die Bühne…
Das Konzert:
Wie zuvor schon erwähnt war mir der musikalische Output der Band nicht
so geläufig. Ich wusste von ihrem Hang bezüglich dem Sound der 80iger,
von ihrer Liebe zum C64, und von ihrer Art den Style vergangener Tage
zu verherrlichen. Ich war wahrlich gespannt, als Honey, Alf und die
Damen die Bühne Betraten. Die Herren waren wie immer adrett in Anzüge
gekleidet und die Damen in Cocktailkleidern die an die 50ziger Jahre
erinnerten.
Tja und dann legten sie auch schon los, elektronisch und NDW-mäßig
fetzten sie durch die ersten drei Lieder (Schaufensterpuppen, gib mir
mein Gefühl zurück, Sprich zu mir), ehe das verehrte Publikum begrüßt
wurde. Alf sorgte für die Musik während Honey der gesangliche
Entertainer war und die Damen durch pantomimische und tänzerische
Einlagen glänzten. Der C64 kam zum Zuge und auf zwei Leinwänden wurden
zu den jeweiligen Songs passende Bilder, (z.B. beim Song 23
(Illuminaten) sah man unter anderem auch das Logo zum Film „23“),
eingeblendet.
Dazu gab es auf der Bühne noch zwei Vorrichtungen die von den Damen
bedient wurden, deren Sinn und Zweck wohl die besondere Illumination
der Bühne war. Eine genaue Beschreibung der gesamten Konstruktion würde
wohl den Rahmen dieses Artikels sprengen, deshalb schaut HIER euch einfach die Bilder vom Abend an.
Was ich persönlich noch sehr ansprechend fand, war die Verwendung von
diversen Requisiten, wie z.B. den großen Schilden mit solchen
Aufschriften wie „Konsumiere“ oder „Schlaf weiter“ die beim Song
„Mensch aus Glas“ zum Einsatz kamen, den großen Bällen die bei
„tanzen+schweben+fallen“ über das Publikum „tanzten“, „schwebten“ und
„fallen“, oder auch den ganzen Papierfliegern die den Song Starfighter
F-104G dem Publikum näher brachten.
Den Herren der Schöpfung gefiel wahrscheinlich beim Song „Nur Tote
Frauen sind schön…“ die Entkleidung der beiden Damen hinter den
Videoleinwänden am besten (ohne Kommentar)
Hernach hatten die beiden dann auch andere Outfits am Körper, denn von da an waren sie in schwarzes Leder gewandet.
Wie mir dann später von bekennenden Welle:Erdball Anhängern erklärt
wurde spielten sie an diesem Abend ein Potpourie ihrer bekanntesten und
beliebtesten Lieder. So spielten sie 23, Mensch aus Glas, dies ist kein
Märchenland (welches die Damen sangen!),
Tanzen&Schweben&Fallen, nur tote Frauen sind schön, VW Käfer,
Super 8, 4.Stufe, die Computer verlassen die Welt, Interaktiv und
Monoton&Minimal. Und in der Zugabe spielte Welle:Erdball dann auch
noch die beiden NDW Klassiker „Fred vom Jupiter“ und „Es geht voran“.
Alles in allem brachten sie 27 Lieder einem begeisterten Publikum nahe,
welches jeden Song zelebrierte. Die Stimmung war wahnsinnig gut, sowohl
bei den Künstlern als auch bei den Besuchern. Das alles machte dieses
Konzert zu einem wahren Ereignis! Es machte selbst einem „Nicht-Fan“
wie mir tierischen Spass!
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