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clan of xymox und sonar @ ten years gip am 02.10.04 PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Tina Eiblmaier   
09.06.2006

clan of xymox

und

sonar

auf der ten years gip am 02.10.04 in der zeche carl essen



privat note:

beginnen wir mit einem geständnis. bis zu diesem abend waren mir zwar clan of xymox als name ein begriff, aber so wirklich waren sie noch nicht in mein musikalisches weltbild gerückt. und zu meiner schande muß ich gestehen, das obwohl ich zwei komplette alben (creatures und notes from the underground) sich in meiner sammlung befinden (ein bekannter hatte seine plattensammlung aufgelöst...). jedoch war ich bisher nie dazu gekommen mal reinzu hören. so war ich dann nicht wirklich in irgendeiner hinsicht vorgeprägt mit meiner meinung. und das ist eigentlich immer das beste was man vor einem konzert sein kann. man hat keine erwartungen. warum das gut sein soll? ganz einfach. in den meisten fällen hat man hohe erwartungen, da man ja zumeist nur konzerte von künstlern besucht, die man schon schätz, verehrt oder schlichtweg liebt. wobei dann zumeist eine diskrepanz zwischen cd und live-performance existiert. und mal ehrlich oft kann dieser unterschied dazu führen das leute bands erst lieben und dann nur noch k***** wenn sie mit ihren ehemaligen helden konfrontiert werden (an dieser stelle könnte man die geschichten zweier leute erzählen, deren idole in ihren augen tief stürzten, als sie endlich mal ein konzert der jeweiligen künstler besuchten. doch das gehört hier nicht her).
so stand ich dann mit einigen bekannten im publikum und harrte der dinge die da kommen sollten.



die vorband: sonar

sonar aus belgien sollten an diesem abend die masse einheizen. die zwei herren mit ihren keybords/synties (bin keine instrumente fachfrau) hatten sich mittig der bühne in einem engen dem publikum leicht zugewanten V aufgestellt. zu dem zeitpunkt hatte ich die photographische verantwortung und hantierte demnach mit der kamera während die jungs dann gas gaben. musik kathegorie mäßig (ich will mich hier nicht in die nesseln setzen, denn mit den unterschiedlichen einstufungen bin ich nicht so gut, so bitte verzeiht mir wenn ich falsch liege) würde ich als ebm bezeichnen was sonar dann aus den boxen jagte. es ging ordentlich in die beine und gefiel, so das die ersten reihen sich munter zum tanzen aufgefordert fühlten.
komunikation mit dem publikum fand nicht wirklich statt. die band wechelte von song zu song ohne sonderliche große pausen. die light show war sehr minimalistisch (eine katastrophe beim fotographieren). alles in allem war es gut aber auf dauer etwas eintönig. wenn ich an dieser stelle martin zitieren darf:"irgendwie cool, aber das gleiche lied über ne´dreiviertel stunde ist schon eintönig..." so verliesen wir zwischendurch die halle, um durch die gänge der zeche zu stromern und uns nochmalig getränke-mäßig zu stärken, bevor wir dan in die halle zurückkehrten, wo ich dann meinem inzwischen eingetrudeltem bruder die kamera in die hand drückte (obwohl ich die gar nicht mehr abgeben wollte, digi-spiegelreflex rules!), um clan of xymox live zu erleben.



clan of xymox

wie schon erwähnt waren clan of xymox mir namentlich, dafür aber musikalisch nicht wirklich ein begriff.so war ich gespannt was uns da erwarten würde. die band betrat die bühne und... ja was soll man sagen sie rockten das haus.(langsam hasse ich diesen ausdruck, aber er drückt es am besten aus). die musik, das licht, und diese wirklich einfach nur geniale stimme von mastermind ronny moorings machten dieses konzert wirklich erlebenswert! die vieköpfig band spielte sich durch ein set von klassikern wie: jasmine and rose, a day und into extremes. über 20 jahre bühnenerfahrung ließen sich nicht ableugnen, so verzichten sie auf große posen, ego-geprolle oder sonstigen schnick-schnack, just good music eingeleitet dann und wann von den schlichten worten ronny moorings. mehr bleibt einfach nicht zu sagen. das publikum ging voll mit. es war kaum zu übersehen das einige hardcore fans angetreten waren um ihre band zu feiern. direkt neben uns standen eineige jungs die jedes lied mitgröleten, tanzten und einfach nur die zeit genossen. und ich denke, wenn anhänger einer band so ekstatisch bei einem konzert werden, kann das konzert auch in hinblick und vergleich zu anderen konzerten der band, ebenso wie zu ihren studio-alben gar nicht so schlecht gewesen sein.




fazit:

zur vorband sonar kann ich leider nur sagen, das ihre musik mir zwar gefallen hat aber durch das komplette fehlen einer grundlegenden performance (ja ich weis, elektronische acts haben es immer ein bischen schwer), wurde die show (oder eher nicht-show) recht eintönig. solche musik funktioniert meiner meinung nach halt besser in der disse beim tanzen.
zu clan of xymox persönlich muß ich sagen, das ich dieses konzert sehr genossen habe und das ich meinem musikalisches weltbild eine wahre perle hinzufügen konnte. jahrelange erfahrung auf den brettern die die welt bedeuten, können einen künstler schon mal überheblich und zu selbstherrlich machen, was bei cox glücklicherweise nicht der fall zu sein schein. eher werden sie wie guter wein mit dem alter reifer und voller. obwohl ich persönlich mich über eine vermeerte komunikation mit dem publikum gefreut hätte (erklärungen zu den songs oder so), schließlich ist halt nicht jeder fan und weis alles.
dennoch alles in allem war es ein sehr gutes konzert. punkt.
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Datum: 20.05.2006 Betrachtet: 128 mal Besitzer/in: Udo von Krähenfeld

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