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The Crüxshadows - Krefelder Kulturfabrik (KuFa) am 11.06.04 |
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Geschrieben von Tina Eiblmaier
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09.06.2006 |
The Crüxshadows – Krefelder Kulturfabrik (KuFa) am 11.06.04
Fortress In Flames tour 2004
Einleitung
Ok. Die Crüxshadows sind musikalisch eine echte Geschmackssache. Dem
einen gefallen die Jungs und Mädels aus den USA, während andere sich
wohl nie mit ihnen anfreunden werden.
Mir begegneten sie das erste Mal musikalisch vor ca. zwei Jahren, als
eine Bekannte mir das Album Wishfire vorspielte. Die Musik war ok, nur
einwenig zu monoton für meinen Geschmack. Als es sich dann ergab, dass
ein anderer Bekannter noch eine Karte für das damalige Konzert zur
Wishfire-Tour in der KuFa übrig hatte, sagte ich nicht nein, unter
anderem weil ich wissen wollte, wie die Band die doch sehr
elektronische Musik live zu transportieren vermochte.
Und was soll ich sagen, ich war begeistert. Wenn es etwas gibt was
diese Band wirklich vermag, dann ist es das Kunststück eine ganze Halle
mit ihrer Bühnenpräsenz zu füllen.
Dementsprechend stand es außer Zweifel, dass ich den diesjährigen
Auftritt in der KuFa nicht verpassen wollte. Auf dem WGT konnten ich
dann schon erste eindrücke sammeln. Jedoch war die Agra brechend voll,
und wenn man wie ich eher zu den Schrumpfgermanen gehört, war es
unmöglich dem Konzert auch nur im Ansatz richtig zu folgen, und so
kämpfte ich mich dann aus der Halle, in dem Bewusstsein, das ich mich
nicht ärgern musste, schließlich war das Konzert in der KuFa nur zwei
Wochen später.
Das Konzert
Schließlich war es dann so weit. Der 11.06 war gekommen und ich begab
mich, in Begleitung von meinem Bruder und einer Bekannten, in die KuFa.
Zwar gab es, wie eigentlich immer bei größeren Veranstaltungen in der
KuFa, ein Parkplatz Problem, aber daran hat man sich ja schon fast
gewöhnt ;-).
Anyway. In der KuFa nun angekommen, war es dann kein Problem einen
guten Platz in den vorderen Reihen zu bekommen.(obwohl wir das später
ein bisschen bereuen sollten…).
Auch die Vorband konnte uns dann nicht wirklich verschrecken bzw.
abschrecken. Dabei war diese noch nicht einmal schlecht, sie wirkten
eher profillos, ungeformt oder unbegeistert. Die Musik machte einen
guten Eindruck, wirkte aber auf die Dauer von 40min langatmig und
monoton. Der Funke zwischen der Band und dem Publikum wollte irgendwie
nicht überspringen.
Aber Vorgruppen haben es ja nie wirklich leicht, da die Leute ja
schließlich in den meisten Fällen auf den Hauptact warten, und sich
musikalisch auf diesen auch eingestellt haben. Und musikalisch hatten
die Vorband und die Crüxshadows nicht unbedingt viel gemein, zumindest
für mich.
Letztendlich war es dann so weit. Die Band, inklusive der beiden
Tänzerinnen ging in Stellung und die ersten Töne erklangen. Das war der
Zeitpunkt, bei dem sich dann fast jeder im Publikum begann umzusehen.
Von wo würde Rouge wohl diesmal die Bühne betreten? Denn die
Angewohnheit des charismatischen Sängers die Konzerte mit einem Gang
durch das Publikum zu beginnen sind nun mehr schon allgemein bekannt.
Wer weis, vielleicht schwebt er demnächst, je nach Halle, auch schon
mal von der Decke… Das wäre ihm zumindest zu zutrauen.
Das Konzert begann und die Crüxshadows zogen ihr Publikum in den Bann.
Obwohl alles wie immer war. Rogue sang und dabei wirbelte er über die
Bühne, kletterte in den Aufbauten rum, lief durchs Publikum(„Oh shit,
ich dachte schon der tritt auf meinen Rucksack…“ Udo nachdem Rogue sich
zwischen uns durchgeschoben hatte beim Song Winterborn) oder tanzte mit
Fans, während die anderen Bandmitglieder in aller Ruhe auf der Bühne
blieben und die Songs spielten, die zum größten Teil vom letzten
regulären Studioalbum. `Ethernaut´ stammten.
Die Tänzerinnen gaben alles, untermalten die Songs phänomenal und waren
sogar als Backgroundsängerinnen tätig. Diesmal konnte man sogar eine
grundsätzliche Choreographie in gewisser Synchronität entdecken.
Hin und wieder wurde die Bühne mit Trockeneis-Nebel geflutet, und dies
ließ in meinem Kopf einen Vergleich zu einem Tempelaufbau entstehen :
Im Hintergrund die Säulenartigen Ägyptischen Abbildungen von Isis und
Osiris, das Crüxshadows Symbol, die statuettenhaften Musiker, die sich
wiegenden Tänzerinnen, das Licht, der Nebel der wie Rauch aus
Räucherschalen aufstieg und Rogue als fanatischer Kleriker ( wenn er
denn mal auf der Bühne war…), hat doch was, oder?
Die gespielten Songs kamen, wie schon erwähnt, in erster Linie vom
Album ´Ethernaut´, wie z.b. Cassandra, Flame, Citadle und Winterborn.
Aber auch alte Schätze und Klassiker wurden nicht vergessen, so
spielten sie auch Marylin, my bitterness; Tears; Resist und natürlich
durften auch Return; go away und Deception nicht fehlen. Wobei
Deception definitive der Publikumsliebling an diesem Abend war.
Natürlich konnte Rogue es auch nicht lassen die Deutsche Refrain
Version zu singen, was deutlich zur allgemeinen Erheiterung
beitrug…(Singt er eigentlich ´Bitte´ oder ´Bete´? Egal ist stilistisch
eh eher lustig als cool…) …ebenso wie seine deutschen Sprachversuche,
die wie er selber betont, nicht wirklich gut sind (dafür aber lustig!)
Alles in allem standen sie wohl etwa zwei Stunden auf der Bühne und
haben das Haus ´gerockt´, die unvermeidlichen Zugaben eingerechnet. Die
übrigens mit ´Return´ eingeleitet, und mit ´Go Away´ endgültig beendet
wurden. (was für dezente Hinweise )
Und ich denke, alle hatten ihren Spaß. Sogar Rachel ´the iceberg´
McDonnell (Geige/Keybords) zauberte ein Lächeln auf ihr Gesicht während
sie sich als letzte von dem Publikum verabschiedete.
Fazit:
Crüxshadow Konzerte machen Spaß. Was nicht nur alleine an der Musik
liegt, sondern viel mehr an den Entertainer Qualitäten von Rouge und
den Tänzerinnen.
Dennoch. Irgendwie war es alles ein wenig seltsam an diesem Abend.
Ein wenig zuviel Routine, ein wenig hölzern, und sich abzeichnende
Anspannung bei allen on stage hinterließen einen bitteren Nachgeschmack.
Keine Frage, es war echt gut, aber irgendwas war nicht ganz richtig.
Aber wie gesagt, Crüxshadow Konzerte machen Spaß. Punkt.
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Letzte Aktualisierung ( 23.10.2006 )
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