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Die Heuschrecke PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Tina Eiblmaier   
14.06.2006

Die Heuschrecke



sie kommt
sie frisst
sie verschwindet


Wie versteinert saß er da... Kraft und willenlos... Ja, alle hatten sie ihn gewarnt. Ja alle. Sie hatten ihn beschützen wollen, ihm gesagt, das sie nicht die Richtige ist. Das sie ihn nur ausnutzt, ihn benutzt. Und er? Er hatte gelacht. Hatte sich über sie alle lustig gemacht. Er war sich selbst, und seiner Sinne so sicher gewesen...
So sicher... Und jetzt.... Sie war weg. Einfach gegangen. Verschwunden.
Er war fassungslos. Warum? Er konnte es nicht verstehen... Nichts war zurück geblieben. Nur seine Erinnerungen. Bilder und Fotos. Mit ihr.....
Warum?
Da erinnerte er sich an jenen Abend. Vor einem dreiviertel Jahr. Die Liebe war jung und frisch gewesen. Sie waren auf einer Party gewesen. Von ihren Freunden waren auch einige da gewesen. Zwei von ihnen hatten sich neben ihm unterhalten. Über den Ex von Ihr. Der eine hatte gefragt, wo er sei, oder ob er überhaupt noch komme. Und der andere hatte geantwortet, dass der nicht mehr up to date wäre. Sie hätte mal wieder das Interesse verloren. Er hatte sich doch nur als grau und farblos herausgestellt. Hatte sie halt nicht mehr gefesselt......
Und was war nun mit ihm selbst? War er nun auch uninteressant, grau und farblos geworden. Hatte auch er sie nicht mehr fesseln können? War sie deshalb weitergezogen?
Weil sie sich satt an ihm gelebt hatte?
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Datum: 07.01.2005 Betrachtet: 22 mal Besitzer/in: Udo von Krähenfeld

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