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Geschrieben von Tina Eiblmaier
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13.06.2006 |
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Die Königin
sie ist das zentrum
und der kreis
die welt
und doch so leer
Alles war einfach Perfekt. Der Abend, die Gäste, die Party. Alles. Ein
Haus erfüllt mit Licht und Lachen. Inszenierung und Schauspiel.
Und sie? Sie war natürlich der Mittlepunkt. Die Gastgeberin, die
Kultivierteste, die Schönste. Wenn man so wollte, die Königin die Hof
hielt. All ihre Bewunderer waren da. Neigten ihr Haupt zum Gruße. Ihre
Liebhaber umschwärmten sie, wie Falter das Licht.
Die Frauen warfen ihr neidvolle Blicke zu, oder beteten sie an. Das war
ihre Welt. Ihr Wirken. Ihre Macht. Nichts schien ohne sie möglich zu
sein. Ja. Das war Sie.
Niemand hinterfragte je, was war wenn die Lichter verloschen. Und das
Haus kalt und leer war. Wenn niemand da war, der sie umschwärmte oder
anbetete.
Dann war von der strahlenden Lichtgestalt nichts übrig, ohne die Gunst
des Publikums schrumpfte die Königin zu einer ältlichen Frau, die sich
sorgsam pflegte, aber die ihr Leben und ihre Chancen verpasst hatte,
weil sie sich ihr Leben nur darum drehte, wie sehr die Anderen sie
liebten. So kreiste sie stehts um sich selbst. Schneller und schneller.
Und alles andere außerhalb verschwamm. Wurde unwichtig. Weil nur sie
wichtig war. Oder?
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Letzte Aktualisierung ( 23.10.2006 )
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